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1.
Presseartikel:
[1998 - 24.
Juni] Kleine Firma - groß
in Hightech
[2001 - 22. Dezember] Neuer Besitzer
für das OBAG-Gelände
[2002 - 14. November] Taiwan - nur einen
Mausklick von Viechtach entfernt
[2003 - 01. September] Technik von UAS hilft
Energiesparen
[2003 - 02. September] Erfolgreich mit
Nischenpolitik und Exportsteigerung
[2003 - 12. November] Firma UAS rüstet
Glasfachschule auf - kostenlos
[2004 - 20. März] Optimierung der
Kläranlage Zellertal
[2004 - 24. Juni] UAS Neue Technik hilft Kosten
sparen
[2004 - 17. Dezember] Forscher in der
Kläranlage
[2004 - 27. Dezember] Frauenaus
Komplettpreis-Kläranlage
[2005 - 14. März] Reduzierung des
Schlammindexes ist deutlich günstiger als erwartet
[2005 - 06. August] Die Waidler von heute waren
im Brasilien von morgen
[2005 - 10. September] Richtfest im Frauenauer
Klärwerk
[2005 - 26. Oktober] Kalkindustrie blickt nach
Viechtach
[2005 - 09. Dezember] In der
Kläranlage 250 000 Euro gespart
[2006 - 31. März] Damit der
Klärschlamm weniger wird
[2006 - 10. Mai] Glasfachschule erhält
wertvolle Systemsteuerung gratis
[2006 - 25. August] Die Frauenauer
Kläranlage ist in Betrieb
[2009 - 31. August] "Global Player" feiert mit
Partnern und Gästen
[2010 - März] Erste
Kaufmännische bei UAS
[2010 - 29. März] Durch Technik: Mehr
Gas, weniger Kosten
[2010 - 29. Juli] Freisprechung der UAS Lehrlinge 2010
[2010 - 18.
September] Kostendämpfer für Kläranlagen
[2010 - 18.
September] Unternehmen aus der Glasbranche vernetzen sich
2. UAS
Veröffentlichungen:
[1998. 24.
Juni] Kleine Firma - groß
in Hightech

PASSAUER NEUE
PRESSE vom Mittwoch, 24. Juni 1998
Viechtach
Kleine Firma -
groß in Hightech
Betrieb will sich
vergrößern - Neue Analyse-Technik für
Kläranlagen - CSU-Politiker zu Besuch bei UAS
Meßtechnik GmbH
Ruhmannsfelden
(fst). "Klein, aber fein" - dieser Spruch trifft auf die
Firma UAS in Ruhmannsfelden zu. Daß der
Zwölf-Mann-Betrieb höchsten Ansprüchen im
Bereich der Meß- und Regeltechnik gerecht wird, davon konnten
sich Bürgermeister Josef Brunner und weitere CSU-Politiker bei
einem Besuch überzeugen.
Von außen wirkt das Betriebsgebäude in der
Schulstraße (ehemaliger Holzverarbeitungsbetrieb Achatz) eher
unscheinbar, doch in seinem Inneren verbirgt es absolute
Spitzentechnologie. Von der Planung über die
Softwareentwicklung bis zur Montage elektronischer
Schaltkästen biete die Firma UAS alles aus einer Hand,
erklären die Inhaber Brigitte und Bernd Donaubauer. Zur Zeit
habe man viele Aufträge aus der Glasindustrie.
Besonders hellhörig wurden die CSU-Gäste, als
Betriebsleiter Bernd Donaubauer die Neuentwicklung von
Softwareprogrammen zur Optimierung von Kläranlagen
erklärte. Interessant sei dies auch für Bodenmais,
meinte Bürgermeister Fritz Wühr, denn
während der Tourismussaison sei die Kläranlage
höchst unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Mit Hilfe der
Computerprogramme könnten die Werte der Kläranlage
analysiert und die optimale Einstellung berechnet werden.
Im Modellprojekt "Ohetal" bei Grafenau wird dieses Verfahren bereits
erprobt. Per On-Line-Dienst werden die Meß- und Analysedaten
ausgetauscht. Die Firma UAS ist davon überzeugt, daß
durch diese Neuentwicklung bei vielen Kläranlagen ein
aufwendiger Umbau überflüssig werde und sich die
Gemeinden dadurch sehr viel Geld sparen.
Das Unternehmen UAS existiert seit 1983 in Ruhmannsfelden und
beschäftigt zwölf Ingenieure und Techniker. Das
Betriebsgebäude wird allmählich zu klein, man sucht
in Ruhmannsfelden ein Gelände, auf dem man sich
vergrößern kann. Bürgermeister Josef
Brunner sagte seine Unterstützung bei der Suche nach einem
geeigneten Standort zu und Landtagsabgeordneter Helmut Brunner will bei
der Beratung über eine mögliche
Wirtschaftsförderung behilflich sein.
UAS möchte aber trotz der Ausbaupläne ein
Kleinbetrieb blieben. Kleine Firmen könnten viel flexibler
reagieren, müßten aber ständig neue Ideen
und Entwicklungen präsentieren, erklärten die
anwesenden Ingenieure den CSU-Politikern.

PASSAUER NEUE
PRESSE vom Samstag, 22. Dezember 2001
Viechtach
Neuer Besitzer
für das OBAG-Gelände
UAS Messtechnik
zieht in Oberschlatzendorf ein - Junior-Chef: "Das Gelände ist
wie für uns zugeschnitten"
Von Oliver
Hausladen
Viechtach. Das
OBAG-Gelände in Oberschlatzendorf hat einen
neuen Besitzer: Die UAS Messtechnik GmbH, bisher in Ruhmannsfelden
angesiedelt, hat das etwa 4500Quadratmeter große Areal
gekauft, bereits bis zum 7. Januar soll der Umzug über die
Bühne sein.
"Das Gelände ist wie für uns zugeschnitten", zeigt
sich Junior-Chef Thomas Donaubauer begeistert. Seiner Firma stehen an
der Professor-Hermann-Staudinger-Straße neben dem modernen
Bürokomplex unter anderem vier Hallen zur Produktion und ein
großes Lager zur Verfügung. "In Ruhmannsfelden war
es so eng geworden, dass es logistisch nicht mehr tragbar war",
erläutert Donaubauer.
Die 1984 von Bernd Donaubauer gegründete UAS Messtechnik GmbH
entwirft und baut Mess- und Regeltechnik vor allem für die
Glas-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Ein großes
Standbein ist ein Verfahren, mit dem Großfeuerungsanlagen
für die Glasindustrie nur mit Sauerstoff befeuert werden.
Dieses System exportierte man bereits nach Ägypten, Holland,
Polen, Lettland und Usbekistan. Momentan hat UAS 24
Beschäftigte; falls sich die Auftragslage weiter so gut
entwickelt, denkt Thomas Donaubauer auch an die Einstellung von neuen
Fachkräften.
Das Firmengelände in Ruhmannsfelden war UAS Anfang des Jahres
zu klein geworden. Die Pläne für einen Neubau im
Industriegebiet Zachenberg waren fast fertig, als durch die Kontakte
von Mitgesellschafter Axel Blank zu Viechtachs Bürgermeister
Georg Bruckner das OBAG-Gelände ins Spiel kam.
Seit die OBAG ihr erst im Juni 1997 fertig gestelltes Regionalzentrum
Ende 1999 bereits wieder verlassen hat, stand das moderne
Gebäude gegenüber dem Rehau-Werk 11 leer. Bei einer
Besichtigung Mitte Oktober zeigte sich die
UAS-Führungsmannschaft begeistert vom Areal.
Bruckner war auch bei den anschließenden
Verkaufsverhandlungen mit E.ON in Regensburg und bei der
Zuschussanfrage bei der Regierung von Niederbayern dabei. "Wir sind dem
Bürgermeister zu Dank verpflichtet", lobte
Firmengründer Bernd Donaubauer den Rathaus-Chef, "er hat uns
schnell und sehr viel geholfen!" Innerhalb weniger Tage waren die
nötigen Verträge unterschrieben, über den
Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Bruckner selbst freute sich über die Ansiedlung der
High-Tech-Firma im Oberschlatzendorfer Industriegebiet. "Es kommen
sichere Arbeitsplätze nach Viechtach, außerdem ist
eine so innovative und weltweit tätige Firma wie UAS ein
großer Gewinn für die Stadt."
Der Kauf des Geländes in Viechtach biete laut Thomas
Donaubauer mehrere Vorteile: So müsse die Firma nicht warten,
bis ein Neubau steht, das Gebäude sei für ein
Elektronikunternehmen optimal, zudem sei die Infrastruktur in
Oberschlatzendorf optimal. "Wir haben die B85 und die
Staatsstraße Richtung Straubing direkt vor der
Haustür, zudem sind wir von mehreren Unternehmen wie Rehau
oder Linhardt umgeben, mit denen wir ohnehin zusammenarbeiten."
Die Arbeiten im Verwaltungsgebäude sind bereits so gut wie
abgeschlossen. Über die Feiertage soll die Produktion komplett
nach Viechtach verlegt werden. "Wenn es gut läuft,
können wir ab 7. Januar hier voll loslegen", freut sich Thomas
Donaubauer.

Passauer Neue
Presse vom 14.11.2002
Lokales Viechtach
Taiwan - nur
einen Mausklick von Viechtach entfernt
Regierungspräsident
Dr. Walter Zitzelsberger war bei UAS Messtechnik in Viechtach und
Technoblech in Arnbruck zu Gast
Bei UAS
Messtechnik im Viechtacher Industriegebiet Oberschlatzendorf wurde
deutlich, dass Hightech nicht unbedingt aus
Großstädten kommen muss, im Gegenteil.
Sauerstoffanlagen, Glasseideanlagen und viele andere innovative
Entwicklungen der Firma sind schon fast überall auf dem Globus
zu finden. Gerade wird über den Bau von Anlagen in
Deutschland, Iran, Holland, in Taiwan, Ägypten, Polen und
China verhandelt.
Bernd Donaubauer, Firmengründer von UAS Messtechnik,
kritisierte das Investitionsverhalten der Deutschen: "In Deutschland
passiert nichts, ich frag mich, ist es wirklich die Arbeitskraft, die
Taiwan interessant macht, oder ist es nicht doch die Technik?"
Neu ist bei UAS Messtechnik, dass Probleme mit Anlagen nicht mehr am
Standort behoben werden müssen, sondern von Viechtach aus
gelöst werden können. "Früher hat eine
Störung in Taiwan bedeutet, dass jemand sich auf eine
über 30-stündige Reise machen musste, um eine halbe
Stunde dort zu arbeiten."
Wie man heute innerhalb weniger Minuten ohne das Zimmer zu verlassen
Störungen in Taiwan lösen kann, zeigte der
geschäftsführende Gesellschafter Axel Blank den
Gästen. Mit wenigen Mausklicks hatte er sich im Rechner
eingeloggt und bot den Anwesenden eine Führung durch eine
Glasschmelzwanne, die viele Tausend Kilometer entfernt steht.
Auf die Möglichkeit einer 50-Prozent-Förderung bei
"anwendungsorientierter Forschung" von mittelständischen
Betrieben, die mit Hochschulen zusammenarbeiten, wies
Regierungsdirektor Günther Keilwerth hin; Keilwerth leitet die
Abteilung für Wirtschaft und Verkehr bei der Regierung von
Niederbayern. Dass UAS Messtechnik für die Förderung
ein heißer Kandidat ist, der bereits Kontakte zur FH
Deggendorf geknüpft hat, konnte man heraushören.
Nach einer Führung über das Gelände machte
sich die Delegation auf zu Technoblech nach Arnbruck. Der
große Unterschied zwischen den beiden Unternehmen ist, dass
UAS Messtechnik mit innovativen Produkten überzeugt,
während Technoblech keine eigenen Produkte anbietet, sondern
damit punktet, das herzustellen, was der Kunde wünscht.
Etwa 300 Firmen in Europa nutzen die Vorzüge von Technoblech,
deren Firmengelände sich in der Nähe des Flugplatzes
befindet. Sowohl mechanische wie auch elektrische und elektronische
Komponenten können innerhalb kurzer Zeit in großen
Mengen hergestellt werden, da die Firma sehr auf Flexibilität
baut.
Auch in Sachen Personal setzt der Betrieb auf Kurzfristigkeit. Als
zweites Standbein hat Technoblech bis vor einiger Zeit Antennen-Dipole
produziert, also das Innenleben der Sendemasten für
Mobilfunknetze. Als dieser Markt zusammenbrach, musste nicht ein
einziger Angestellter entlassen werden, denn die Firma hatte auf
Arbeitskräfte aus Zeitarbeitsfirmen gebaut.
"Die Auftragslage ist in den letzten Jahren
gleichmäßig schwach, sollte es jedoch wieder
aufwärts gehen, haben wir die Möglichkeit, unser
Gelände zu erweitern. Vor zwei Jahren mussten wir
Aufträge ablehnen, jetzt kommt es auf Engagement und
Glück an, um schwarze Zahlen zu schreiben",
erläuterte Josef Mühlbauer,
Geschäftsführer von Technoblech.
Gefragt nach seinen Wünschen, äußerte er
wie aus der Pistole geschossen eine ganz konkrete Bitte:"Die B11 muss
unbedingt ausgebaut werden." Immerhin konnte er den
Regierungsvertretern das Versprechen abnehmen, zu tun, was man
könne.

Passauer Neue
Presse vom 01.09.2003
Lokales Viechtach
Technik von
UAS hilft Energiesparen
MdL Helmut Brunner
auf Informationsbesuch in Oberschlatzendorf
Viechtach (ewi).
Eine Firma mit Zukunft besuchte Landtagsabgeordneter
Helmut Brunner bei seiner Informationstour zu Betrieben im Landkreis:
"UAS" (Unternehmensbereich Automatisierungssysteme) hat
Aufträge in aller Welt, besonders im Fernen Osten, ist mit
seiner Automatisierungstechnik im Aufwind, könnte Kommunen zu
Energieeinsparung verhelfen.
Derzeit wird in Taschkent (Usbekistan) ein neues Projekt geplant, um
Wasserrohre mit Glasfasertechnik druckfest zu machen. Die
Automatisierungstechnik für diese Produktion erstellt UAS.
Anlagen wurden bereits in Lettland und China gebaut, wobei UAS nicht
als Betreiber fungiert, sondern nur den Aufbau übernimmt.
Mit einer speziellen Sauerstofftechnik, die UAS bereits vor zehn Jahren
entwickelte, können durch den Einsatz von reinem Sauerstoff
beste Abgaswerte erzielt werden, eine fast abgasfreie Produktion.
Design, Planung und Fertigung erfolgen im Haus im Viechtacher
"Industriegebiet Süd", die Einstellung der Anlage dann vor
Ort. Mit einem Fernwartungssystem können 90 Prozent der
Störungen an Anlagen von Viechtach aus registriert und behoben
werden. Dies spart Zeit und damit Kosten. Enge Zusammenarbeit besteht
mit den Firmen Siemens, Danfoss und Air Liquide. In Europa wurde
bereits Majorität erreicht, nun soll der Weltmarkt erobert
werden.
Mit den Analysen von UAS könnten Kommunen u.a. bei
Kläranlagen und Abwassersystemen viel Geld einsparen. So ist
man z.B. seit fünf Jahren in der Lage, mit 95-prozentiger
Sicherheit eine Kläranlage mathematisch zu modellieren. Dieser
Punkt ließ MdL Helmut Brunner besonders aufhorchen. So wird
er versuchen, ein Treffen mit Umweltminister Schnappauf bei UAS zu
organisieren, um Bürgermeister und Mitarbeiter des
Wasserwirtschaftsamtes ausreichend zu informieren.
Wichtig beim derzeit weltweiten Boom in der Glasseidenfertigung ist die
frühzeitige Erkennung von Störfaktoren, d.h. die
Erkennung von Rissen in der Faser während der Produktion. Die
Firma UAS sucht mit 18 hochwertigen Mitarbeitern nach
Lösungen, um somit eine Senkung von Ausschussware zu
erreichen, damit eine enorme Kostenersparnis. Bei entsprechender
Förderung könnte dieses Ziel leichter erreicht
werden, könnten weitere Arbeitsplätze entstehen.
Glasseide wird heute bereits vielfach eingesetzt, z.B. bei der
Produktion von Skiern, Snowboards, Katamaranen, Fahrrädern und
Glasfasermatten. Versuche gibt es auch im Straßenbau, da sich
das Material neutraler als Kunststoffe und Metalle verhält,
dafür stabiler ist.

Passauer Neue
Presse vom 02.09.2003
Heimatwirtschaft
Erfolgreich
mit Nischenpolitik und Exportsteigerung
Viechtacher
Messtechnik-Unternehmen UAS liefert 70 Prozent der Produkte ins Ausland
Viechtach
(jor/si). Mit der konsequenten Besetzung einer
High-Tech-Nische und der ständigen Steigerung des
Exportanteils meistert das Viechtacher Unternehmen UAS Messtechnik nach
eigenen Angaben die Branchenkrise.
"Wir sind gut ausgelastet. Unser derzeitiger Auftragsbestand
beträgt sechs Monate", berichtet Junior-Chef Thomas
Donaubauer. Und er geht auch für dieses Jahr wieder von einer
leichten Umsatzsteigerung - "gegen den Branchentrend" - auf knapp drei
Mio. Euro aus. Als Hauptgründe des Erfolgs der Firma, die
für die Glas-industrie die neue Technik der
Sauerstoff-Befeuerung entwickelt und baut, nennt er die
"Fähigkeit, in dieser Nische absolute Spitzentechnik mit einem
umfassenden Service" anbieten zu können. Dazu komme die
ständig erhöhte Exportquote, die derzeit bei knapp 70
Prozent liege und weiter gesteigert werden solle.
In der Tat: Aus Viechtach werden Kunden in aller Welt mit Prozess-
sowie Mess- und Regeltechnik beliefert. "Wir haben Kunden in ganz
Europa, aber auch im Iran, in Taiwan, China oder Ägypten",
sagt Thomas Donaubauer. Und Firmengründer Bernd Donaubauer ist
auch für die Zukunft nicht bange: "Unsere Technik setzt sich
immer mehr durch, da unsere Systeme die Qualität des Glases
steigern". Außerdem würden mit der
Sauerstoff-Befeuerung Abgasemission und Energieeinsatz bei
höherer Schmelzleistung reduziert.
Die Anlagen werden von UAS zusammen mit der Firma Stern aus Teisnach
(Landkreis Regen), die den Edelstahlrohrleitungsbau für die
Firma UAS übernimmt, gefertigt. Mit der Auslieferung der
Anlagen sei für UAS die Arbeit aber nicht getan. Die Firma,
bei der 18 Mitarbeiter beschäftigt sind, nimmt laut Donaubauer
die Anlagenteile vor Ort in Betrieb und bietet dem Kunden einen
24-Stunden-Service. "Durch unsere Fernwartungssysteme garantieren wir
dem Betreiber, wenn es ein Problem gibt, innerhalb kurzer Zeit eine
online Verbindung zwischen seiner Anlage und einem unserer Techniker,
egal, wo sich der Programmierer gerade befindet - solange es dort einen
Telefonanschluss gibt", betont UAS-Entwicklungschef Axel Blank.
Sein Chef Donaubauer nennt einen weiteren Erfolgsgrund: "Wenn wir etwas
auf den Markt bringen, haben wir schon ein Konzept für Neues
in der Schublade liegen".

Passauer Neue
Presse vom 12.11.2003
Lokales Zwiesel
Marita Haller
Firma UAS
rüstet Glasfachschule auf - kostenlos
Hochwertige Mess-
und Regeltechnikeinrichtung gestiftet - Wichtig für
Hüttentechniker
Marita Haller
Zwiesel. In den Zeiten schlechter Finanzlagen geschehen noch Wunder:
Die Firma UAS Messtechnik GmbH Viechtach hat jetzt die Glasfachschule
mit einer hochwertigen mess- und regeltechnischen Einrichtung
beschenkt.
Sie wird gebraucht für den Hafenofen, alle Temperöfen
und die Kühlbandsteuerung. Glasfachschulleiter Hans Wudy
zeigte sich überglücklich über das Geschenk,
das einen respektablen Wert aufweist. Er bedankte sich bei der
offiziellen Übergabe am Montagabend herzlich bei den
Firmenchefs Bernd Donaubauer und Axel Blank, bei UAS-Systemtechniker
Peter Höfig, der die Zwieseler Ofenanlage als Projektleiter
komplett umrüstete, wie auch bei der Firma Eurotherm, die vier
hochwertige Regler neuester Technologie beisteuerte.
"So ein Gerät hätte sich die Schule niemals leisten
können", erklärte Wudy. Mit dieser neuen Mess- und
Regeltechnik sei die Glashütte der Glasfachschule auf dem
neuesten technischen Stand. Speziell für die Ausbildung zum
Glashüttentechniker ist die Anlage ausgesprochen wichtig. Mit
ihrer neuen Prozessvisualisierung ermöglicht sie es, in der
Produktions- bzw. Ausbildungsstätte praxisorientiert
auszubilden.
Die Firmeninhaber Bernd und Thomas Donaubauer sind Zwiesler und wohnen
auch in der Glasstadt. In ihrer Viechtacher Firma UAS Messtechnik GmbH
(Unternehmensbereich Automatisierungssysteme) stellen sie komplette
mess- und regeltechnische Systeme und Automatisierungssysteme her
für die allgemeine Verfahrenstechnik im Bereich
Lebensmittelindustrie, Brauereien, Chemie, Pharmazie,
Automobilindustrie und speziell für die Glasindustrie.
UAS plant, baut, liefert und installiert Steuerungen und Regelungen
für Wannen, Speiser, Kühlbänder und
Formgebungsmaschinen in der Glasindustrie weltweit, außerdem
Sauerstofffeuerungsanlagen, die zu einer erheblichen Reduzierung der
Abgasemissionen beitragen.
Die neue Anlage in der Glasfachschule läuft im Tag- und
Nachtbetrieb vollautomatisch und ist mit einer automatischen
Störmeldeüberwachung und Meldung über SMS
zum Bereitschaftsdienst ausgerüstet. Praktisch für
die Glasfachschule: der Service für die gesamte Anlage wird
vom Büro in Viechtach aus durch ein Fernwartungssystem
organisiert.
Wie eine Firma mit 20 Mitarbeitern dazu kommt, einer Schule so ein
großzügiges Geschenk zu machen? Vertriebsleiter und
Juniorchef Thomas Donaubauer: "Wir sind immer bestrebt, dass die
auszubildenden Fachkräfte das höchstmögliche
Niveau an Technik erhalten und somit auch die Vorzüge unserer
Technologie kennen lernen."

Passauer Neue
Presse vom 20.03.2004
Lokales Viechtach
Optimierung
der Kläranlage Zellertal
Arnbruck/Drachselsried.
Die nächste Versammlung des
Abwasserzweckverbandes Zellertal, findet am Mittwoch, 24.
März, ab 19.30 Uhr im Rathaus in Arnbruck statt. Auf der
Tagesordnung stehen folgende Punkte: Vorstellung des Projekts
"Optimierung der Kläranlage Zellertal" durch die
Bürogemeinschaft UAS Pledl; Rechnungsabschluss 2003, Vorlage
der Jahresrechnung gemäß Art. 102 Abs. 2 GO;
Aufstellung des Haushaltsplans und Erlass der Haushaltssatzung
für das Haushaltsjahr 2004; Informationen und Beratung
über verschiedene Angelegenheiten; Wünsche und
Anträge. Ein nichtöffentlicher Teil
schließt sich an.

Passauer Neue
Presse vom 24.06.2004
Lokales Viechtach
UAS: Neue
Technik hilft Kosten sparen
CSU informierte
sich bei Viechtacher Firma über Abwasserentsorgung
Viechtach (js).
Die CSU-Kreistagsfraktion informierte sich bei der
Viechtacher Firma UAS Messtechnik über deren neueste
Entwicklungen im Bereich der Sanierung von Kläranlagen. Auch
für die Abwassereinrichtungen der Kommunen verspricht das
Unternehmen eine enorme Senkung der Kosten.
Helmut Brunner, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Regener Kreistag,
konnte zur Betriebsbesichtigung im Industriegebiet in Oberschlatzendorf
eine Vielzahl von CSU-Kreisräten begrüßen.
Und was Firmenchef Bernd Donaubauer den Kreisräten berichten
konnte, klingt viel versprechend.
Das Unternehmen hat ein neuartiges Automatisierungsmodell in der
Kläranlagentechnik entwickelt. Es basiert auf einem
mathematischen Konzept, mit dem biologische Prozesse einer
Kläranlage simuliert werden können. Und die Erfindung
dieser neuen Verfahrenstechnik bringt neben verbesserter
Reinigungsleistung oder etwa Minimierung der Nitratbelastung gerade
für Kommunen in Zeiten knapper Haushalte einen entscheidenden
Vorteil mit sich. "Wir können bei der
Kläranlagensanierung die Kosten halbieren", verspricht Bernd
Donaubauer, und dies bei einer Gerätetechnik von gleicher bis
besserer Qualität gegenüber Neubauten, wie er betont.
Gerade viele kleinere Gemeinden bis 5000 Einwohner mit
Kläranlagen aus den 70er-Jahren stünden nun
reihenweise wegen neuer europäischer Umweltstandards in der
Pflicht zur Modernisierung der Einrichtungen. Während ein
Neubau diese Gemeinden mit rund 3,5 bis 4 Millionen Euro im
Gemeindesäckel belasten würde, wird die Variante
"Sanierung mit neuer Technik" mit etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro
veranschlagt, rechnet Bernd Donaubauer vor.
"Mit geringen Kosten möglichst große
Effektivität erzielen", ist die Philosophie, die sich das
Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat. Juniorchef Thomas
Donaubauer unterbreitete den Kreisräten und
Bürgermeistern auch im Bereich der laufenden Wartungskosten
interessante Perspektiven. Mit einer neuartigen Anwendersoftware, einem
elektronischen Betriebstagebuch, sei es mehreren Gemeinden problemlos
möglich, in der Abwasserwirtschaft Entsorgungsaufgaben
zusammenzulegen. Das Unternehmen erstellt für ihre
Auftraggeber auch Analysen, in der die energetischen und biologischen
Abläufe der Anlagen überprüft werden und
bietet die Erstuntersuchung hierzu kostenlos an.
Die CSU-Kreisräte zeigten sich sehr interessiert von den
neuesten Entwicklungen von UAS Messtechnik GmbH. Fraktionschef Helmut
Brunner lobte die Innovationen des weltweit tätigen
Unternehmens auf dem Gebiet der Mess-, Steuer- und Regeltechnik und hob
die Firma als Paradebeispiel dafür hervor, dass mit dem
Know-how von qualifizierten Beschäftigten die Standortfrage
eines Betriebs sekundär sei.
Die Vertreter der Kommunen bat Brunner zusammen mit dem
Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages, Bürgermeister
Fritz Wühr aus Bodenmais, sich über die Entwicklungen
in der Abwasserentsorgung zu informieren. Dadurch könnten die
Kosten für die Gemeinden und die Abwassergebühren
für die Bürger gesenkt werden.

Passauer Neue
Presse vom 17.12.2004
Lokales Viechtach
Forscher in
der Kläranlage
Viechtach (arb).
Das weiche Bayerwald-Wasser macht Viechtachs Kläranlage
für bundesweit einzigartiges Forschungsprojekt interessant.
Die Verantwortlichen des Bundesverbands der Deutschen Kalkindustrie,
des Instituts für Wasserwesen an der Münchner
Bundeswehr-Universität, der Viechtacher Firma UAS Messtechnik
und der Stadt gaben gestern den Startschuss für ein auf zwei
Jahre angesetztes Gemeinschaftsprojekt.
Dabei wird vor allem das Kalk-Kohlensäure-System im Blickfeld
der Forscher stehen. Natürliches Wasser enthält mehr
oder weniger große Mengen an gelöstem Kohlendioxid
(Kohlensäure). Beim Versickern im Boden löst das
kohlensäurehaltige Wasser Kalkstein und wird dadurch gebunden.
Es entsteht durch die Bildung von Säurekapazität ein
Puffersystem. Der Einfluss dieser Kapazität auf die
Abbauleistung biologischer Abwasserreinigungsanlagen soll bei dem
Projekt erforscht werden.
Viechtach wurde mitunter wegen der dafür optimalen
Wasserbeschaffenheit ausgewählt. "Wir haben es hier mit so
genanntem Weichwasser zu tun - das enthält wenig Kalk",
erklärte Universitäts-Professor Wolfgang
Günthert. Der Kontakt mit der Firma UAS kam über den
Verband Deutscher Kalkindustrie zustande. Dass Viechtach den Zuschlag
erhielt, lag vor allem aber an der Kompetenz und
Kooperationsbereitschaft der Stadt, stellte Günthert heraus.
In den kommenden Wochen wird auf dem Gelände der
Kläranlage eine eigene Forschungsstation errichtet. Zwei
Reaktoren und eine Messkabine sollen dem Team die Arbeit erleichtern.
Die Uni-Mitarbeiter aus München sowie die
Kalkverband-Verantwortlichen werden künftig nahezu
wöchentlich nach Viechtach kommen, um nach dem Rechten zu
sehen.
Bürgermeister Georg Bruckner freute sich bei der Vorstellung
des Projekts darüber, dass ausgerechnet Viechtach
dafür ausgesucht wurde. Er hoffe darauf, dass man dadurch neue
Erkenntnisse gewinnen und irgendwann einmal Profit daraus schlagen
kann.
Die Verantwortlichen mit (von links) Norbert Weber (Deutscher
Kalkverband), Heinrich Lerch (Stadtbauamt), Andreas Wecker (Deutscher
Kalkverband), Bürgermeister Georg Bruckner, Professor Wolfgang
Günthert, Thomas Donaubauer (Vertriebsleiter UAS Messtechnik),
Klärwärter Michael Fuhrmann und Uni-Mitarbeiter Falk
Schönherr machten sich gestern vor Ort ein Bild vom neuen
Forschungsstandort; im Vordergrund ist der abgesteckte Bereich
für die beiden Mess-Reaktoren zu sehen.Arbinger

Passauer Neue
Presse vom 27.12.2004
Lokales Zwiesel
Frauenaus
Komplettpreis-Kläranlage: Generalsanierung beginnt im Mai
Bau- und
Planungsunterlagen an die Gemeinde übergeben - 2,25 Millionen
Euro Kosten
Christina
HacklFrauenau. Viel Papier ist in der Gemeinde Frauenau angekommen: Das
Ingenieurbüro Pledl und das Unternehmen UAS haben die
kompletten Bau- und Planungsunterlagen für die
Generalsanierung der Kläranlage übergeben. Der
Spatenstich für das 2,25 Millionen Euro teure Projekt ist am
1. Mai 2005, Fertigstellungstermin ist der 31. Juli 2006.
"Die Grundidee der Generalsanierung ist die Kombination zwischen den
Anlagen der bestehenden Kläranlage und neuesten
Entwicklungen", sagt Thomas Donaubauer von der Firma UAS, mit der die
Gemeinde einen Generalunternehmer-Vertrag abgeschlossen hat. "Die
Gemeinde kauft praktisch die gesamte Kläranlage zu einem
Komplettpreis und nicht deren Einzelteile", erläutert Stadler.
Außerdem gebe es einen festen Fertigstellungstermin. Bei
eventuellen Kostenüberschreitungen stehe die Firma UAS in der
Verantwortung, nicht die Gemeinde. Wird die Anlage nicht rechtzeitig
fertig, werde eine vertraglich festgelegte Konventionalstrafe
fällig.
Bürgermeister Stadler erläuterte bei
Übergabe der Unterlagen noch einmal die Entscheidung
für das Generalsanierungsmodell. "Für die Gemeinde
ist das die kostengünstigste Lösung", so der
Rathauschef. 2,25 Millionen Euro werde die Sanierung kosten. Durch die
Einbeziehung und Nutzung der bestehenden Anlagen sei der
Planungsaufwand gering und der Eingriff in die Natur minimal. Ein
weiterer Vorteil aus Sicht der Gemeinde sei, dass die Kommune auch
weiterhin die Kontrolle über künftige Investitionen
in ihrer Hand behalte.
Die Generalsanierung hat laut Josef Stadler auch Nachteile: Mehrkosten
durch Emissionsschutzauflagen, die Nähe zur Wohnortbebauung
und die Beeinträchtigung des Ortsbildes.
Ein kompletter Neubau der Kläranlage hätte rund 3,2
Millionen Euro gekostet, so der Bürgermeister. Die Kosten
für einen Anschluss an das Kanalsystem der Stadt Zwiesel
hätten sich auf rund 2,6 Millionen Euro summiert. Auch bei den
laufenden Betriebskosten sei das Generalsanierungsmodell die
günstigste Variante. Nach Berechnungen der Gemeinde
wären diese bei einem Anschluss an Zwiesel 25 000 Euro im Jahr
teurer gewesen als bei einer generalsanierten Frauenauer
Kläranlage. "Außerdem hätte die Gemeinde
bei einem Anschluss an Zwiesel die Kontrolle über die
Gebührenentwicklung und die Investitionen aus der Hand
gegeben", resümierte Stadler.
Spatenstich für die Generalsanierung ist am 1. Mai 2005, am
31. Juli 2006 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. "Aus Sicht der
Gemeinde ist die gefundene Lösung nicht nur die technisch
vollkommenste, sondern auch die wirtschaftlichste und sparsamste", so
Josef Stadler.

Passauer Neue
Presse vom 14.03.2005
Lokales Viechtach
Reduzierung
des Schlammindexes ist deutlich günstiger als erwartet
Kosten halbiert:
UAS-Messtechnik erhält Auftrag über 220 000 Euro

Vor dem Nachklärbecken in der Zellertal-Kläranlage:
(von links) Klärwärter Georg Zitzelsberger,
Bürger-meister Hermann Brandl und Thomas Donaubauer von der
Firma UAS Messtechnik. (Foto: Reith)
Arnbruck/Drachselsried
(er). Bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes
Abwasserbeseitigung Zellertal hatte Verbandsvorsitzender
Bürgermeister Hermann Brandl auch die Vertreter der
Bürogemeinschaft UAS/Pledl eingeladen. Es sollte die weitere
Vorgehensweise zur Optimierung der Kläranlage Zellertal mit
der Bürogemeinschaft besprochen werden.
Verbandsvorsitzender Hermann Brandl, Klärwärter Georg
Zitzelsberger sowie Thomas Donaubauer von der Firma UAS
erläuterten nochmals die bisherigen Planungen und
Maßnahmen.
Die Kläranlage hat bei starken Regenfällen immer
wieder Schwierigkeiten mit dem Schlammabtrieb. Dies wiegt um so mehr,
da einige hundert Meter nach dem Einbringen in den Vorfluter sich eine
Fischzuchtanlage befindet. Das Wasserwirtschaftsamt fordert schon seit
längerem, die Nachklärung zu erweitern. Die
bisherigen in Erwägung gezogenen Alternativen, z.B. Bau eines
zusätzlichen Nachklärbeckens, hätten Kosten
von rund 470 000 Euro verursacht.
Durch eigens von UAS entwickelte Modellierungsprogramme auf ATV-Basis
können die gesamten Abläufe in einer
Kläranlage am Bildschirm simuliert werden. Sehr schnell wurde
analysiert, dass die Stoffbelastung sowie die pH-Werte im Zulauf der
Kläranlage Zellertal großen Schwankungen
unterliegen, wozu auch die im Ort ansässigen Brauereien
beitragen. Durch zusätzlich schlechte
Vermischungsverhältnisse in der Anlage Zellertal wird ein
Fadenbakterium im Wachstum begünstigt, welches sich
äußerst negativ auf den gesamten Reinigungsprozess
auswirkt.
Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde von UAS Mitte des Jahres 2004
über einen Zeitraum von drei Monaten ein Versuchsaufbau zur
Schlammindexreduzierung in der Kläranlage Zellertal
installiert. Es wurden dabei einige verfahrenstechnische
Abläufe optimiert. Schon nach kurzer Zeit stellte sich eine
enorme Verbesserung der Reinigungsleistung vor Ort ein. Als
Bürogemeinschaft mit dem Ing. Büro Pledl sowie in
Zusammenarbeit mit dem WWA Deggendorf wurden die neuen Erkenntnisse in
eine konkrete Planung umgesetzt.
Endgültige Lösung In gemeinsamer Abstimmung mit UAS
müssen die Brauereien sowie der ZVA Zellertal eine
endgültige Lösung für eine
gleichmäßige Belastung der Kläranlage
schaffen. Nach der endgültigen Baufreigabe durch das
Landratsamt Regen werden die geplanten Umbaumaßnahmen
beginnen.
Durch Optimierung der MSR-Technik sowie neuer innovativer Techniken ist
eine Kostenreduzierung zur ursprünglichen Planung von ca. 250
000 Euro zu erwarten.
Auf Grund der Erkenntnisse dieser neuen Technik und in Abstimmung mit
den Fachbehörden wurde der Auftrag über rund 220 000
Euro an die Firma UAS vergeben. Die Firma ist sich sicher, dass sie das
Verfahren zur Zufriedenheit des Zweckverbandes bewerkstelligen kann,
denn nur dann wird die Leistung vergütet.
Ein großes Lob für seinen
außergewöhnlichen Einsatz in der Kläranlage
erhielt in diesem Zusammenhang der Klärwärter vom
Verbandsvorsitzenden.
Hans Graßl, der in der Sitzung als Nachfolger des aus
gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzten
Geschäftsführers Gerhard Egner als neuer
Geschäftsführer des AZV bestimmt wurde, gab das
Ergebnis der Haushaltsrechnung bekannt, diese wurde an den
Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen.
Klärwärter Georg Zitzelsberger wies auf den hohen
Instandhaltungsaufwand in der Kläranlage im vergangenen Jahr
hin, welcher auch im laufenden Jahr erforderlich sein wird. Er mahnt
auch den regelmäßigen Unterhalt der gemeindlichen
Kanalnetze an.

Passauer Neue
Presse vom 06.08.2005
Lokales Regen
Susanne
Öttl
Die Waidler
von heute waren im Brasilien von morgen
Unternehmer aus
der Region bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen - In
Brasilien und untereinander erfolgreich Kontakte geknüpft
Susanne
Öttl Regen. "Nicht die Großen fressen die Kleinen,
sondern die Schnellen die Langsamen". So sieht Thomas Donaubauer von
der Firma UAS Messtechnik aus Viechtach die Situation für die
mittelständischen Unternehmen im Wettbewerb. Um schneller als
andere zu sein und neue Märkte zu erschließen, waren
ein Dutzend Unternehmer aus dem Landkreis Regen bei den
Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen vertreten. Mit von der Partie:
Kreis-Wirtschaftsreferent Johannes Müller, der die Reise
für die Unternehmer organisiert hatte. Die Vertreter von acht
Unternehmen konnten in Fortaleza im Nordosten Brasiliens nicht nur
Kontakte knüpfen, sie haben sich auch untereinander besser
kennengelernt.
Michael Hetzenecker von der Viechtacher Firma MH-Ideal aus der
Elektrotechnik-Branche ist wie viele in der Reisegruppe von der
brasilianischen Energiepolitik begeistert: "Brasilien will wachsen,
dazu braucht es Energie, und die will es hauptsächlich aus
erneuerbaren Rohstoffen decken. Das ist auch für uns ein
Wachstumsmarkt." Hetzenecker machte mit einem Teil der Gruppe einen
Abstecher in die Hauptstadt Brasilia. Bei Gesprächen dort
ergaben sich für ihn konkrete Projekte. Er plant derzeit
Aufträge, bei denen es um die Installation von Solaranlagen in
einem Hochhaus und in einer Wohnsiedlung in der Nähe von
Brasilia geht.
Auch Thomas Donaubauer wird wahrscheinlich einen Auftrag erhalten: In
Sao Paulo soll UAS Messtechnik in einer Firma, die Zuckerrohr zur
Methylalkohol verarbeitet, eine Kompakt-Kläranlage bauen. "Die
Brasilianer sind uns in Bereich der regenerativen Energie in vielem
voraus", betont Donaubauer. Das Problem der begrenzten Ressourcen sei
dort erkannt, die Unternehmen müssen sich an hohe Auflagen
halten. "In Deutschland reagieren wir oft mehr als wir agieren",
fällt Donaubauer auf. So habe etwa VW speziell für
den brasilianischen Markt ein so genanntes Flex-Fuel-Fahrzeug gebaut,
das auch mit Methylalkohol fährt. Über 50 Prozent der
Fahrzeuge in Brasilien fahren mit Treibstoff aus erneuerbaren
Energieträgern. "Wir in Deutschland schauen da noch relativ
hilflos zu", meint Donaubauer.
Wachstumsmarkt für erneuerbare Energie Bei den
deutsch-brasiliansichen Wirtschaftstagen ging es den Teilnehmern nicht
nur um Kontakte mit potenziellen Kunden. In Arbeitsgruppen wurden auch
wirtschaftspolitische Themen, etwa des Agrar- und Energiesektors,
erörtert. Brasilien, das schon jetzt den Großteil
seiner Energie aus Wasserkraft deckt, will sich noch mehr von fossilen
Rohstoffen abwenden und ohne Energie aus dem Ausland auskommen. "Bis
2008 soll jedes Jahr die Energieerzeugung aus regenerativen
Energieträgern um 300 Megawatt erhöht werden", ist
Hetzenecker begeistert. Viele Projekte im Bereich der erneuerbaren
Energien seinen umsetzungsreif. Wenn bald ein Gesetz zur
Energieeinspeisung in Kraft tritt, und die Unternehmer wissen, wie viel
für eine Kilowattstunde gezahlt wird "dann werden die Anlagen
nur so aus dem Boden schießen", ist sich Donaubauer sicher.
"An dem Wachstumsmarkt Brasilien partizipieren" will auch Karl-Heinz
Dürrmeier von der Kirchberger Firma Mesutronic. Für
ihn ging es bei der Reise "vor allem darum, den Markt erst einmal
kennenzulernen". Die Kunststoffhersteller in Brasilien, die dort der
Automobilindustrie zuliefern, könnten an den Metalldetektoren
der Kirchberger Firma interessiert sein. "Es war sehr hilfreich Land
und Leute kennenzulernen, zu sehen, wie die Wirtschaft strukturiert
ist, wo die Industrien sitzen" , resümiert Dürrmeier.
Die Brasilianer hat er als sehr weltoffen und freundlich erlebt. Er
wird die Kontakte dort weiterpflegen.
Wirtschaftsförderung kann Schwellen senken
Wirtschaftsförderer Müller war im vergangenen Jahr
auf eigene Kosten nach Brasilien geflogen.
Vorbereitungsgespräche führte er etwa mit Martin
Langewellpott, der im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums
in Brasilien aktiv ist und mit Markus Hierstetter vom
Brasilien-Deutschland-Haus (Casa Brasil Alemanha). Die Unternehmer, die
sich die Reise selbst finanziert haben, sind über die
Unterstützung von Müller froh. Es sei sehr wichtig
vor Ort zu sehen, wie es dort läuft, wenn man in einem neuen
Markt etwas aufziehen will. "Wir haben in Brasilien viele Leute
kennengelernt, die uns später einmal weiterhelfen
können, wenn es Fragen oder Probleme geben sollte. "Es ist
gut, wenn der Landkreis den Unternehmen sozusagen eine Start-Up-Hilfe
gibt, wenn sie ins Ausland gehen wollen", betonen die Unternehmer.
Bei den Wirtschaftstagen haben "wir die Fahne Bayerns hochgehalten",
erzählt Hetzenecker. Der Stand der Waidler, den sie sich mit
dem Bund der deutschen Industrie (BDI) teilten "war der einzige, an dem
sich direkt Unternehmer präsentiert haben. Es war immer viel
los", freut sich Müller. Ein Glücksfall in punkto
Aufmerksamkeit war die Anwesenheit von Rainer Calmund. Der war als
WM-Botschafter für Deutschland bei den Tagen und kam mit den
Waidlern ins Gespräch. Für den letzten Tag hatte er
eine Verlosung von Karten für ein Fußball-WM-Spiel
geplant. Da die Gruppe aus dem Landkreis Regen als Hingucker ein
Duplikat des gläsernen Confederation-Cups von Joska dabei
hatte, zog Calmund schließlich vor über 300 Leuten
die WM-Karten aus dem Joska-Pokal.
Auch Regionalgefühl gestärkt Für die
Teilnehmer hatte die Reise noch einen zusätzlichen Effekt.
"Die Unternehmer haben sich in den gemeinsamen Tagen auf eine Art und
Weise kennengelernt, wie es bei den üblichen Gelegenheiten zu
Hause kaum möglich ist", sagt Müller. So entstehe ein
Zusammenhalt in der Region, das Gemeinschaftsgefühl werde
gestärkt und es ergäben sich neue Kooperationen. "Wir
waren viel zu lange nur Einzelkämpfer, jeder hat sein eigenes
Süppchen gekocht. Von diesem harten Konkurrenzdenken
müssen wir weg", ist Donaubauer überzeugt.
Die Wirtschaftstheorie gibt ihm Recht: Aus Kooperationen von
Unternehmen können Innovationen und Wachstum entstehen. "Dabei
sind Vertrauen und ein guter Informationsfluss die Stärken
gerade des ländlichen Raums im globalen Wettbewerb", sagte
Prof. Dr. Joachim Möller erst kürzlich auf einer
Veranstaltung in der vhs Regen zum Thema "Cluster im
ländlichen Raum". (Der Bayerwald-Bote vom 30.Juli 2005)
Möller erklärte die Vorteile von Clustern, die der
Freistaat Bayern bald verstärkt fördern will. Cluster
sind Netzwerke von Unternehmen, die in Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen
stehen oder in anderer Weise voneinander profitieren. Bei der
Veranstaltung berichtete auch Gerlinde Pöchhacker von den
Erfahrungen mit der Clusterförderung in
Oberösterreich. Eine solche Förderung hält
sie allerdings bei weniger als 50 bis 70 Unternehmen nicht für
sinnvoll. Dieser Meinung ist auch Landrat Heinz Wölfl. Wie
Pöchhacker betont er aber, dass es auf Landkreisebene andere
Instrumente der Netzwerkbildung gebe, auch
branchenübergreifend.
Die Unterstützung bei der Markterschließung und bei
der Kooperation gehören dazu. Letztlich ist es aber an den
Unternehmen, wie Thomas Donaubauer es sagt, "nicht den Kopf in den Sand
zu stecken, sondern selbst aktiv zu werden".

Passauer Neue
Presse vom 10.09.2005
Lokales Zwiesel
Richtfest im
Frauenauer Klärwerk
Frauenau (jw).
"Stolz des Richtbaumes Zier, Herrgott wir danken dir", hieß
es am Freitagmittag beim Richtfest in der Kläranlage Frauenau.
Unter strahlend blauem Himmel war Zimmerer Ernst Schmidl zusammen mit
Projektmanager Thomas Donaubauer, Bürgermeister Josef Stadler
und dem Chef der Häusler und Heider GmbH Stefan Heider aufs
Dach des Betriebsgebäudes gestiegen und verkündete
den Richtspruch.
Ende Mai war Spatenstich für die Generalsanierung der
Kläranlage. Die Kosten der Sanierung wurden in einem Vertrag
mit der Kommune festgehalten und sind auf 2,265 Millionen Euro
veranschlagt. "Dieses Modell wird Schule machen, denn so bekommt die
Kommune Sicherheit", meinte Thomas Donaubauer. Die Frauenauer
Bürger müssen über
Ergänzungsbeiträge die Maßnahme
mitfinanzieren. Im Juni wurden Bescheide an die Haushalte verschickt,
die auf 60 Prozent des Gesamtbetrags ausgestellt sind. Im Oktober und
bei Bauabschluss, voraussichtlich im August 2006, werden weitere
Zahlungen von jeweils 20 Prozent fällig.
Besonders stolz ist Donaubauer auf das neu erbaute
Nachklärungsbecken: "Das Tolle daran ist, dass es keine
Geruchsbelästigung mehr gibt - emissionstechnisch ist diese
Anlage eine der besten im Landkreis." Trotz der widrigen
Witterungsverhältnisse liegt man nach seinen Worten genau im
Zeitplan. Jetzt beginnt der Bau der Grundleitungen.

Passauer Neue
Presse vom 26.10.2005
Lokales Viechtach
Kalkindustrie
blickt nach Viechtach
Versuchsanlage an
der Kläranlage angelaufen - "Weltweite Bedeutung"

Am Referenzreaktor erläutern Andreas Wecker vom Kalkverband
und Falk Schönherr von der Bundeswehr-Universität (2.
und 3. von rechts) den Versuchsaufbau im Zelt auf dem
Kläranjagengelände. Unter anderen hören zu
(von links) Technischer Geschäftsführer Bernhard
Oppermann vom Kalkverband, Thomas Donaubauer von UAS Messtechnik und
Bürgermeister Georg
Bruckner. (Foto:Schlamminger)
Viechtach (gsc).
Zwei runde Betonbecken, eine Menge Kabel und Rohre, daneben ein
ausrangierter Fernmelde-Container der Bundeswehr und darüber
ein Zelt von fünf mal sieben Metern Grundfläche: Was
auf einer Wiese auf dem Gelände der städtischen
Kläranlage steht und sich relativ einfach beschreiben
lässt, steht für ein einzigartiges Forschungsprojekt.
Vor einem Jahr haben sich der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie
mit Sitz in Köln, das Institut für Wasserwesen an der
Universität der Bundeswehr in München und die
Viechtacher Firma UAS Messtechnik zusammengetan, um sich näher
mit dem Kalk-Kohlensäure-System zu beschäftigen.
Dabei wollen sie herausfinden, wie Kläranlagen durch gezielte
Zugabe von Kalk zum einen einer Kohlendioxid-Anreicherung und damit
einer Versäuerung des Wassers entgegenwirken können.
Zum anderen untersuchen sie, wie dadurch gleichzeitig im
Nachklärbecken für die Reinigung verantwortliche
Mikroorganismen besser abgeschieden werden können. Die
Versuchsanlage wird unterstützt mit Geldern des
Bundesministeriums für Wirtschaft im Rahmen eines von der
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF)
durchgeführten Forschungsvorhabens.
Nach dem Aufbau der Anlage seit Juni diesen Jahres liefert sie seit
September verwertbare Messdaten. In der vorigen Woche haben sich die
Mitglieder der Arbeitsgruppe "Kalkanwendung" der Abteilung Umweltschutz
des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie in Viechtach getroffen,
um sich vor Ort über die Fortschritte des Projekts zu
informieren. Diplom-Ingenieur Falk Schönherr von der
Bundeswehr-Uni erläuterte seinen Versuchsaufbau, und
Bürgermeister Georg Bruckner hieß die Gäste
aus dem ganzen Bundesgebiet auf der Kläranlage willkommen.
Bis Oktober 2006 werden noch Daten in Viechtach gesammelt. "Vielleicht
wird hier eine Basistechnologie für weltweiten Einsatz von
Kalkprodukten entwickelt", hofft Andreas Wecker vom Kalkverband, der
sich, ebenso wie Thomas Donaubauer von UAS- Messtechnik, für
die Unterstützung durch die Stadt Viechtach bedankte. Wecker:
"So einen freundlichen Empfang hat man nicht überall".

Passauer Neue
Presse vom 09.12.2005
Lokales Viechtach
In der
Kläranlage 250 000 Euro gespart
Zweckverband
zufrieden: Optimierungsmaßnahmen sind gut angelaufen
Arnbruck/Drachselsried
(er). Bei starken Regenfällen hatte es
in der Zellertal-Kläranlage immer wieder Schwierigkeiten mit
dem Schlammabtrieb gegeben. Das Wasserwirtschaftsamt forderte schon
seit längerem, die Nachklärung zu erweitern.
Wie Verbandsvorsitzender Bürgermeister Hermann Brandl zu
Beginn der Zweckverbandsversammlung "Abwasserbeseitigung Zellertal"
weiter erläuterte, hätten die bisherigen in
Erwägung gezogenen Alternativen, zum Beispiel Bau eines
zusätzlichen Nachklärbeckens, Kosten von rund 470 000
Euro verursacht
Eine andere Variante wurde von der Viechtacher Firma UAS angeboten: Die
Schlammindexreduzierung mittels Optimierung verfahrenstechnischer
Abläufe. Mit diesen Optimierungsmaßnahmen mit
veranschlagten Kosten von 220 000 Euro wurde das Ziel der
Schlammindexreduzierung auf 70 bis 90 mg/l erreicht. Die Anlage
läuft seit Juni 2005 stabil, was Klärwärter
Georg Zitzelsberger bestätigen konnte. Somit kommt die
Kläranlage mit einem Nachklärbecken aus und die
Ersparnis beträgt tatsächlich 250 000 Euro.
Zusätzlich werden rund 15 Prozent an Energiekosten eingespart.
Thomas Donaubauer von der Firma UAS erläuterte den
Verbandsräten die Wirkungsweise und lobte Georg Zitzelsberger
für die gute Zusammenarbeit.
Ein Problem der Kläranlagen ist die anfallende Menge an
Klärschlamm. Die Ausbringung in der Landwirtschaft wird immer
geringer und die Abfuhr durch Unternehmen teurer. UAS stellte der
Versammlung ein Verfahren zur Schlammeindickung vor, das eine
Verringerung des Schlammes um mehr als die Hälfte bedeuten und
somit auch geringere Entsorgungskosten verursachen würde. Mit
einer Studie, für die sich der Zweckverband entschieden hat,
soll die Machbarkeit untersucht werden.
Ein Vertreter der Südwasser GmbH, einer Tochter des
Energieunternehmens EON, unterbreitete den Verbandsräten ein
Angebot zur Betriebsführung der Kläranlage Zellertal.
Darin enthalten wäre die Klärschlamm- und
Rechengutverwertung und die Energiebeschaffung. Die Kosten waren aber
höher als die derzeitigen in Eigenregie erbrachten Leistungen.
Wenn langfristige Werte der neu umgebauten Anlage vorliegen, soll ein
neues Angebot eingeholt werden.
Rechnungsprüfung Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte
zuvor die Rechnungen und den Jahresabschluss 2003 und 2004
geprüft und keine Beanstandungen feststellen können.
Die überörtliche Rechnungsprüfung hat
festgestellt, dass die Brauereien die vom Zweckverband angemahnten
Maßnahmen noch nicht endgültig durchgeführt
haben. Dies soll mit den Brauereien nochmals besprochen werden.
Verbandsvorsitzender Hermann Brandl informierte die
Verbandsräte noch über die Durchführung
einer Untersuchung zu explosionsgefährdeten Bereichen in der
Kläranlage durch das Beratungsbüro für
Arbeitssicherheit und Umweltschutz GmbH aus Neuschönau (ASID).
Die Kosten für diese Untersuchung sind mit dem
jährlichen Beitrag abgegolten.

Passauer Neue
Presse vom 31.03.2006
Lokales Viechtach
Damit der
Klärschlamm weniger wird
Verbandsversammlung
beschloss eine Investition von 270 000 Euro
Arnbruck (er). Der
Klärschlamm war das Hauptthema in der Verbandsversammlung des
Abwasserzweckverbandes Zellertal. Die Reduzierung des Schlammindexes
wurde zufriedenstellend und kostengünstig durch die Firma UAS
Messtechnik in der Kläranlage Zellertal abgeschlossen, wurde
festgestellt.
Ein weiterer
Schritt ist die Klärschlammreduzierung. Vor dem Hintergrund,
dass immer weniger Klärschlamm auf landwirtschaftlichen
Flächen ausgebracht werden darf und mit einer Kostensteigerung
zur Klärschlammentsorgung gerechnet werden muss, ist es von
Vorteil, den Schlamm zu reduzieren.
Referent
Donaubauer von der Firma UAS erläuterte in der
Verbandsversammlung das Verfahren zur vollautomatischen
Schlammeindickung. Das derzeitige Schlammvolumen in der
Kläranlage Zellertal von rund 2800 m³ mit einer
Trockensubstanz (TS) von 2,8 Prozent kann mittels des Verfahrens auf
1200 m³ mit einer TS von 6 bis 6,5 Prozent reduziert werden.
Dadurch ergeben sich Einsparungen bei der
Klärschlammentsorgung und den Betriebskosten von rund 32 000
Euro im Jahr. Bei einer Optimierung der Durchmischung und verbesserten
Faulung des Klärschlammes könnten sogar Einsparungen
von bis zu 40 000 Euro pro Jahr erzielt werden.
Die Investitionskosten für diese Maßnahme mit einem
eigenen Gebäude bei den Schlammsilos, dem Schlammeindicker,
der notwendigen Rohranbindung und der erforderlichen Technik belaufen
sich laut Angebot auf 268 751 Euro. Somit ist eine Amortisationszeit
von 6,5 bis 8 Jahren gegeben. Einstimmig wurde das Angebot der Firma
UAS Messtechnik angenommen und sie beauftragt, diese Maßnahme
in 2006 durchzuführen.
Die Haushaltsrechnung für das Haushaltsjahr 2005 wurde dem
Gremium vorgelegt und die Überschreitungen, die
hauptsächlich von steigenden Energiekosten verursacht wurden,
erläutert. Die Haushaltsrechnung wurde zur
Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung
an den Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen.
Die vorgesehene Aufstellung des Haushaltsplanes konnte nicht erfolgen,
da die Kosten der oben genannten Maßnahme noch nicht
berücksichtigt wurden.
Klärwärter Georg Zitzelsberger bemängelte
die unzureichende Schneeräumung in diesem Winter, weil es
dadurch erhebliche Probleme bei der Abfallentsorgung gegeben hat.
Außerdem wies er auf den durch die Schneemassen
beschädigten Zaun und die vermehrten Sand- und
Kieseinträge in den Drachselsrieder Kanalleitungen hin.
Der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Herrmann Brandl
(Arnbruck), informierte die Verbandsräte über den
Stand der Verhandlungen mit den Brauereien. Demnach wurden und werden
Vorkehrungen von den Betrieben getroffen, die
Schadstoffeinträge zu minimieren.

Passauer Neue
Presse vom 10.05.2006
Lokales Zwiesel
Marita Haller
Glasfachschule
erhält wertvolle Systemsteuerung - gratis
Spende der Firmen
UAS, Siemens und AEG - Technik der Versuchsglashütte auf dem
modernsten Stand
Marita Haller
Zwiesel. Am Ende des Fachschulkolloquiums gab es
für Schulleiter Hans Wudy nochmals Grund zu großer
Freude: Die Firmen UAS Messtechnik (Viechtach), Siemens (Karlsruhe) und
AEG (Beleke) schenkten der Schule eine wertvolle Mess- und
Regeltechnik-einrichtung nach neuester Entwicklung.
Das Prozessleitsystem PCS 7 ist eines der leistungsfähigsten
Systeme zur vernetzten Steuerung und Regelung der Anlagen in einer
Glashütte, von den Öfen bis zum Kühlband.
Speziell für die praxisorientierte Ausbildung zum
Glashüttentechniker in der Hütte der Glasfachschule
ist diese Anlage ausgesprochen wichtig. Der Wert liegt deutlich im
fünfstelligen Bereich.
Bernd und Thomas Donaubauer, die Besitzer von UAS Messtechnik, die der
Glasfachschule bereits 2003 eine ähnliche Anlage gespendet
hatten, haben die Systemsteuerung PCS 7 in Kooperation mit Siemens und
AEG neu aufgebaut. Durch dieses Geschenk ist die Glasfachschule auf dem
neuesten technischen Stand. "Uns liegt die Schule sehr am Herzen, denn
wir brauchen in der Industrie bestens ausgebildete junge Leute",
erklärte Bernd Donaubauer den Grund für die Spende.
Dipl.-Ing. Bernd Lehmann vom Siemens Competence Center Glass in
Karlsruhe und Michael Liese von AEG in Beleke bekräftigten:
"Die an der Glasfachschule auszubildenden Glashüttentechniker
werden mit dem Prozessleitsystem PCS 7 an die modernste
Automatisierungstechnik herangeführt. Diese Erfahrungen
können dann im späteren Berufsleben fortgesetzt
werden".
Landratsstellvertreter Willi Killinger betonte, man stehe vor
gewaltigen Herausforderungen in der Technik und angesichts der klammen
Kassen der Kommunen "sind wir außerordentlich dankbar
für diese wertvolle Spende".
Hans Wudy bedankte sich im Namen der Glasfachschule herzlich bei den
Spendern, denn, so versicherte er, "so eine Anlage hätte sich
die Schule aus eigenen Mitteln niemals leisten können". Und
die Firma UAS betreue die Systemsteuerung sogar noch kostenlos das
ganze Jahr über für die Schule.

PASSAUER NEUE
PRESSE vom 25.08.2006
Lokalteil Zwiesel
Die Frauenauer
Kläranlage ist in Betrieb
Gestern um 6 Uhr
wurde die 2,25 Millionen Euro teure Anlage vom Bürgermeister
"eingeschaltet"

Die neue Kläranlage ist am Kanalnetz. Bürgermeister
Herbert Schreiner (rechts) legte symbolisch einen Schalter in der
Steuerzentrale um. Mit im Bild (v.l.): Klärwärter
Martin Hackl, Johann Schönberger vom Baureferat und
UAS-Geschäftsführer Thomas Donaubauer. (Foto: Zens)
Frauenau (hz).
Ganz unspektakulär ist gestern um 6 Uhr morgens die neue
Frauenauer Kläranlage in Betrieb genommen worden. Die
Besonderheit: Die Anlage arbeitet mit einem einzigartigen, von der
Viechtacher Firma UAS-Messtechnik entwickelten Klärsystem.
Einer der Vorteile: Die Anlage benötigt kein Belebungsbecken,
somit konnten erhebliche Kosten eingespart werden. Im Vergleich zur
alten, im Jahr 1966 errichteten Kläranlage, erfahren die
Abwasserwerte jetzt eine rund 50-prozentige Verbesserung. Als sehr
positiv bezeichnete Bürgermeister Herbert Schreiner, dass man
bei diesem Projekt genau im Zeit- und fast exakt im Kostenrahmen
geblieben ist. Die ursprünglich kalkulierten 2,25 Millionen
Euro wurden um lediglich 9 000 Euro überschritten. "Dadurch
entsteht den Bürgern keine Mehrbelastung. Die 9 000 Euro
fußen zudem nicht auf einer Kostenüberschreitung,
sondern auf einer dringend erforderlichen zusätzlichen
Maßnahme", erklärte der Rathaus-Chef am Tag der
Inbetriebnahme. Auch UAS-Geschäftsführer Thomas
Donaubauer legte eine Stippvisite im neuen Frauenauer Klärwerk
ein. Er verwies auf das in seinem Unternehmen entwickelte
Klärsystem, das nun erstmals in der Praxis läuft. Das
jetzige Klärsystem arbeite ohne herkömmliches
Belebungsbecken. Zudem könnten jetzt die Abwasserwerte um rund
50 Prozent verbessert werden. "Die Verbrauchsgebühren werden,
obwohl mehr Energiekosten auflaufen, stabil bleiben", war von
Baureferent Johann Schönberger zu erfahren. Derzeit werden
noch die Restarbeiten erledigt, insbesondere die Planierung und
Asphaltierung der Außenanlage sowie Malerarbeiten. Auch eine
offizielle Einweihung ist bereits geplant. Termin: 6. und 7. Oktober.
Die Haus- und Grundstücksbesitzer haben bis 1. September nun
noch die Schlussrate zu leisten. Auf die Bauleute wartet nach der
Maßnahme "Kläranlage" noch ein neues
Kanal-Teilstück. Der Zulauf zwischen Rückhaltebecken
beim Sportplatz und dem Klärwerk muss erneuert werden, eine
Maßnahme, die aber nicht mehr zur
Kläranlagensanierung zählt.
25.08.2006, PNP, Lokalteil Zwiesel

PASSAUER NEUE
PRESSE vom 31.08.2009
„Global
Player“ feiert mit Partnern und Gästen
„UAS
Messtechnik hat immer die richtigen Parameter“: Viel Lob und
Dankesworte beim
25-jährigen Firmenjubiläum
25
Jahre
UAS
Messtechnik GmbH: Ein Anlass, der von Seniorchef Bernd Donaubauer und
seinem
Sohn Thomas als Nachfolger stilgerecht auf dem Firmengelände
in der
Prof.-Staudinger-Straße im Viechtacher Gewerbegebiet
Oberschlatzendorf gefeiert
wurde. Dazu begrüßen durften sie als Redner den
örtlichen Landtags-Abgeordneten
Staatsminister Helmut Brunner, MdB Ernst Hinsken, stellvertretenden
Landrat
Heinrich Schmidt, Bürgermeister Georg Bruckner, Erich
Doblinger von der IHK
Niederbayern und besonders die Geschäftspartner und
Mitarbeiter der Firma.„ Nicht
was der Zeit widersteht ist dauerhaft, sondern was
sich klugerweise mit ihr ändert!“ Diesem Leitspruch
sei sich die Firma UAS
Messtechnik stets treu geblieben, habe sich erfolgreich wechselnden
Anforderungen gestellt. Mit diesen Worten präsentierte
Juniorchef Thomas
Donaubauer die Geschichte des Unternehmens, das sich seit 25 Jahren am
internationalen Markt behauptet. Dazu gehöre ein Vorsprung an
„Know how“ und
die Fähigkeit, Qualität und Quantität
auszubauen bei vorausschauender Sicht. Das
chinesische Sprichwort „1+1 = mehr als 2“ habe sich
in
Anspielung auf die Partnerschaften der Firma als richtig erwiesen.
Thomas
Donaubauer dankte allen Partnern aus der ersten Stunde mit den Firmen
Danfoss,
Siemens, AEG oder Südchemie. Heute wickle die Firma
Aufträge in 40 Ländern ab,
wie z.B. in China oder Taiwan oder in der Türkei und in
Russland und mit vielen
ausgedehnten Partnerschaften. Den Erfolg
der Firma führte Juniorchef Donaubauer darauf
zurück, dass er mit 30 Mitarbeitern eine
äußerst motivierte Belegschaft hat.
Durch die Kooperation mit Fachhochschulen konnten Diplomanden als
Mitarbeiter
gewonnen werden. Mit der neuen Außenstelle der FH Deggendorf
in Teisnach könne
man sich qualifizierte Mitarbeiter „direkt vor der
Haustür rekrutieren“ Gute
Aussichten sieht Thomas Donaubauer für die Zukunft, da man
technologisch auf
vielen Beinen steht. Viele neue Konzepte möchte man
einbringen. Staatsminister Helmut Brunner lobte in seinem
Grußwort,
dass die Firmeninhaber selbstbewusst und zuversichtlich in einer Zeit
der Krise
die Meisterung der Herausforderungen der Zukunft annähmen.
Eine wirtschaftlich-dynamische Entwicklung in Bayern sei Mittelstand
und
Handwerk zu
verdanken. Deshalb wolle die Staatsregierung stets dafür
sorgen, dass
Existenzen gesichert und Arbeitsplätze erhalten werden.
„In
unserer technisch-globalisierten Welt ist nicht der
Standort, sondern der Standpunkt wichtig“, betonte
Staatsminister Brunner. Die
Firma UAS habe sich ihren weltweiten Ruf buchstäblich
erarbeitet, sei damit
auch zu „einer Botschafterin des Bayerischen Waldes
geworden“. Die Firmenchefs
dürften stolz darauf sein, Schrittmacher für eine
wegweisende Entwicklung
gewesen zu sein - auch Dank von Mitarbeitern der Firma, die
dies in
gemeinsamem Streben ermöglichten. MdB Ernst
Hinsken lobte die Firma Donaubauer als
klassisches Beispiel für ein mittelständisches
Unternehmen, das sich einen
hervorragenden Kundenstamm aufgebaut hat und in der Zwischenzeit
weltweit
glänzen kann: „ Was hier geleistet wird, ist High
Tech aus dem Bayerischen
Wald“, sagte Hinsken. Stellvertretender
Landrat Heinrich Schmidt zeigte sich
stolz, eine Unternehmerfamilie im Landkreis zu wissen, die die Arbeit
zu den
Menschen bringt, risikofreudig, aber überschaubar ihr
Unternehmen voranbringt.
Dabei dankte er, dass die Firma Donaubauer den Landkreis stets
unterstützt, z.B.
für die Glasfachschule in Zwiesel. Bürgermeister
Georg Bruckner nahm in seinem Grußwort als
gelernter Ingenieur Bezug auf die Regeltechnik der Firma und hoffte,
dass die
Firma „die richtigen Parameter stets im Griff hat“
Das Stadtoberhaupt wünschte, dass UAS in Zukunft
Unterstützung in den
Söhnen Thomas und Stefan
findet, damit sie das Wissen fortsetzen und erweitern kann.
Gratulationmauch von Minister und MdB
Erich Doblinger von der IHK Niederbayern hatte für das
Firmenjubiläum eine ganz
besondere Ehrung für Juniorchef Donaubauer parat. Ihm und
damit Seniorchef
Bernd Donaubauer wurde in einer Urkunde gedankt für die
Verdienste um die
niederbayerische Wirtschaft, gleichzeitig als Dank der IHK für
den weltweiten
Export und damit eine Werbung für die niederbayerische
Wirtschaft. Dank auch
für 25 Jahre „ehrbare Kaufmannschaft“ und
eine stets aktive Ausbildung, derzeit
mit drei Auszubildenden in der Firma. Seniorchef
Bernd Donaubauer schloss in seinen Dank an alle
Partner und Mitarbeiter, deren Eigeninitiative und faire Zusammenarbeit
er
stets schätzte, auch den Dank an die Familie und vor allem
seine Ehefrau
Brigitte ein, für die das Zusammenleben mit ihm als
Unternehmer sicher nicht
immer einfach war. Dankesworte im Namen der Mitarbeiter gab es von
Peter Höfig,
der im Namen aller Kollegen seinen Chefs für die gute
Zusammenarbeit dankte. Mit einem
perfekten Party-Service durch die Firma Ammer
aus Straubing, mit einer „Feuerschau“ zur
„Half-Midnight“ und der Super-Musik
durch die „Kuba-Bairischen“ wurde die
Jubiläumsfeier „25 Jahre UAS“ für
alle
Beteiligten zu einem echten Erlebnis. - ewi


PASSAUER NEUE
PRESSE im März 2010
Erste
Kaufmännische bei UAS
Viechtach.
Zum ersten Mal seit der Gründung vor 25
Jahren hatte bei UAS Messtechnik GmbH eine Auszubildende im
kaufmännischen
Bereich Freisprechungsfeier. Geschäftsführer Franz
Knopf würdigte Marina
Mühlbauer im Beisein von Firmengründer
Bernd Donaubauer, dem
gesellschaftenden Geschäftsführer Thomas Donaubauer,
Prokurist Roland Bielmeier
und Ausbildungsleiterin Angelika Mayr. Mühlbauer habe trotz
Lehrzeitverkürzung
ein sehr respektables Prüfungsergebnis erlangt, sagte Knopf.
Wie Bernd
Donaubauer berichtete, wurden seit Beginn des Unternehmens
über 20 junge
Menschen erfolgreich beruflich ausgebildet. Auch in diesem Jahr werde
wieder
ein kaufmännischer Auszubildender eingestellt. Die Firma
UAS erfreut sich nach eigenen Angaben einer
guten Auftragslage, speziell im asiatischen Raum kommen die
Spezialmaschinen
und Anlagen zur Herstellung von Spezialgläsern bei den Kunden
gut an. Zur Zeit
werden über 25 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive
zwei weiteren Auszubildenden.
Laut Thomas Donaubauer liegt die Zukunft gerade in hochqualifizierten
Mitarbeitern. Abschließend händigten die
Geschäftsführer den Arbeitsvertrag
aus.

Durch Technik:
Mehr Gas, weniger Kosten
Seit drei Monaten
verfügt das Klärwerk der Marktgemeinde über
eine Desintegrationsanlage, die sowohl die Leistungsfähigkeit
bei der Biogaserzeugung aus Klärschlamm erhöht, als
auch die Abfall- und Entsorgungskosten senkt. Möglich wurde
dies durch ein innovatives Verfahren ("elektrokinetische
Desintegration"), das von der Süd-Chemie AG zusammen mit der
Fachhochschule Deggendorf und der Firma UAS Messtechnik Viechtach -
begleitet von "Umwelt Cluster Bayern" - in rund 15 Monaten neu
entwickelt und für die Gemeinde Bruckmühl realisiert
wurde.
Entwickler und Nutzer in der neuen Anlage (von links):
stellvertretender Süd-Chemie-Chef Dr. Hans-Jürgen
Wernicke,
Klärwerksmeister Heinz Lanner,
Süd-Chemie-Geschäftsbereichsleiter Dr. Christoph
Riemer, Süd-Chemie-Werksleiter Gerhard Selig,
Bürgermeister Franz Heinritzi, Prof. Dr. Peter Sperber (FH
Deggendorf), Süd-Chemie-Projektleiter Andreas Zacherl und UAS-Geschäftsführer Franz Knopf. Foto Baumann
Bruckmühl - Die Anlage wurde nunmehr von den an ihrer
Entwicklung Beteiligten in einem kleinen "Festakt" offiziell an
Bürgermeister Franz Heinritzi und Klärwerksmeister
Heinz Lanner übergeben. Süd-Chemie-Projektleiter
Andreas Zacherl erläuterte die Wirkungsweise der neuartigen
Anlage: Der Klärschlamm wird über Rohre in ein
elektrisches Spannungsfeld geleitet und dadurch starken
Kräften ausgesetzt, welche die biologische Zellstruktur
zerstören und die darin gebundene Biomasse
aufschließen.
Dadurch kann im Faulturm der Kläranlage weitaus mehr
Klärschlamm in Biogas (in der Regel Methangas) umgewandelt und
zur erhöhten Eigenstromerzeugung für den
Klärwerksbetrieb genutzt werden.
"Die Kläranlagen gehören zu den höchsten
Energieverbrauchern einer Kommune" betonte der Projektleiter. In den
bisherigen "Probemonaten" konnte durch das neue
Süd-Chemie-Verfahren die "Ausbeute" an Biogas aus organischem
Klärschlamm um bis zu 30 Prozent erhöht werden. Weil
durch das neue Verfahren zudem mehr Klärschlamm verbraucht
wird, sinkt dessen Entsorgungsbedarf um bis zu 15 Prozent und
trägt somit zur Verminderung der Kosten bei.
Da die Anlage keine Verschleißteile enthält,
können bei der elektrokinetischen Desintegration Wartungs- und
Verschleißkosten unberücksichtigt bleiben. Durch die
bereits in der "Probelaufzeit" bestätigte Effizienzsteigerung
und die Betriebskostensenkung werden sich die Investitionskosten
für die neue Anlage in weniger als zwei Jahren amortisieren.
Andreas Zacherl zufolge kann das neue Süd-Chemie-Verfahren
auch in reinen Biogas-Betrieben zur Steigerung der Gasausbeute
beziehungsweise zur Erhöhung der Effektivität der
zugeführten nachwachsenden Rohstoffe genutzt werden.
Der stellvertrende Vorstandsvorsitzende der Süd-Chemie AG, Dr.
Hans Jürgen Wernicke, wies in seiner Ansprache auf die
Kompetenz seines Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Wasserbehandlung
und neue Energien hin und stellte die Notwendigkeit innovativer
Entwicklungen heraus: "Deutschland ist ein rohstoffarmes Land und daher
darauf angewiesen, durch ständig weiterentwickeltes know-how
seinen technischen Vorsprung im weltweiten Wettbewerb zu halten".
Der Leiter des Süd-Chemie-Geschäftsbereichs
Wasserbehandlung, Dr. Christoph Riemer, drückte seinen Stolz
über die neu entwickelte Anlage aus und sprach den an der
Entwicklung beteiligten Kooperationspartnern seinen Dank für
die gute Zusammenarbeit aus. bjn

Freisprechungsfeier der UAS Lehrlinge 2010
Im Rahmen einer kleinen
Freisprechungsfeier hat Geschäftsführer Franz Knopf die
beiden Auszubildenden Rudi Schmid (Elektroniker für
Betriebstechnik) und Karl-Heinz Göstl
(Anwendungsentwickler) als nunmehr Facharbeiter in die
Firma UAS Messtechnik GmbH aufgenommen. In einer kurzen
Ansprache gab Herr Knopf einen Rückblick auf die
ursprüngliche Bedeutung der Freisprechung für
Handwerkslehrlinge im Spätmittelalter. Es folgte ein
kurzer Ausblick auf die berufliche und betriebliche
Zukunft der beiden Auszubildenden.
Im Anschluss legte Herr Donaubauer
sen. bei seinen lobenden Worten besonderen Wert darauf,
dass bei der UAS Messtechnik GmbH, als ein
Familienunternehmen, anders als im Mittelalter der
Lehrling mit der Freisprechung nicht aus dem
Familienverband des Meisters ausscheidet, sondern der
Übergang in die Gesellenjahre eine noch engere Bindung
an die Firma bedeutet. Herr Donaubauer bemerkte darüber
hinaus, dass zwar die eigentliche Lehrzeit für beide zu
Ende ist, jetzt aber das Lernen erst richtig beginnt. Er
ermahnte beide, dass mit der Übernahme als Geselle
lediglich ein neuer Abschnitt in einem stetig
fortschreitenden Weiterbildungsprozess beginnen soll.
Die UAS Messtechnik GmbH hat mit
Karl-Heinz Göstl (Zwiesel), Rudi Schmid (Lindberg) und
der schon im März übernommenen Marina Mühlbauer
(Kollnburg) im Jahr 2010 bereits drei Auszubildende
längerfristig an sich binden können. Die
Geschäftsführung und Ausbildungsleiter Peter Höfig
hoffen auch in Zukunft so engagierte und talentierte
junge Menschen auf Ihrem Weg ins Berufsleben begleiten
und vielleicht später in den Betrieb einbinden zu
können. (Bericht: M.Möginger)

v.l.:
Bernd Donaubauer (Berater und Senior-Chef), Rudi Schmid,
Franz Knopf (Geschäftsführer), Karl-Heinz Göstl, Peter
Höfig (Ausbildungsleiter) (Bild: M.Möginger)

Kostendämpfer für Kläranlagen
Spezialchemie-Konzern
präsentiert mit FH Deggendorf und UAS Messtechnik
Technologie auf der IFAT

Die neue Technologie präsentierten Heinz Lanner
(Klärwerk Bruckmühl, von links), Andreas Zacherl
(Süd-Chemie), Prof. Dr. Peter Sperber (FH Deggendorf),
Dr. Christoph Riemer (Süd-Chemie) und Franz Knopf (UAS
Messtechnik). (Foto: Deubelli)
Von Ernst Deubelli
München/Deggendorf. Das
Potenzial ist enorm. Eine neue Technologie, entwickelt
von der Süd-Chemie AG, der FH Deggendorf und dem
Unternehmen UAS Messtechnik GmbH mit Standorten in
Viechtach und in Zwiesel verspricht wesentlich mehr
Effizienz und unter dem Strich deutlich geringere
Betriebskosten in kommunalen, aber auch industriellen
Kläranlagen - sofern Biomasse zu verarbeiten ist. In den
vergangenen Tagen präsentierten die Vertreter der
Unternehmen die neue Technologie auf der Leitmesse für
Umwelttechnologie, Recycling und Entsorgung, IFAT, in
München. Das neue Verfahren basiert auf
elektrokinetischer Desintegration und kommt ohne
Chemikalieneinsatz aus. Laut Anbieter kann damit die
Energieerzeugung von Klär- und Biogasanlagen um bis zu
30 Prozent gesteigert und zusätzlich der
Entsorgungsaufwand von Kläranlagen erheblich verringert
werden. Der Betrieb von Kläranlagen belaste mit
hohen Energie- und Entsorgungskosten die öffentlichen
Haushalte, sagt Dr. Christoph Riemer, bei der Süd-Chemie
verantwortlich für den Geschäftsbereich
Wasseraufbereitung und Wasserbehandlung. Die Idee für
das neue Verfahren habe sich im Gespräch mit Kunden
entwickelt. Die Technologie: Bei diesen neuartigen
elektrokinetischen Desintegrationsverfahren wird der
biologische Faulschlamm in Kläranlagen einem starken
elektrischen Feld ausgesetzt. Die dadurch wirkenden
Kräfte zersetzen („desintegrieren“) den biologischen
Klärschlamm stabilisierenden Zellverbände und
Zellmembranstrukturen (die sogenannten extrazellulären
polymeren Substanzen). Dadurch kann die in den
biologischen Zellen des Klärschlamms gebundene Energie
in den biochemischen Prozessen im Faulbehälter der
Kläranlage mit deutlich höherer Effizienz in Faulgas
(Methangas) umgewandelt werden; die so gewonnene Energie
wird für den Betrieb der Kläranlage genutzt. Über
einen früheren Mitarbeiter habe sich der Kontakt zur UAS
Messtechnik GmbH mit Niederlassungen in Viechtach und
Zwiesel ergeben und dieses Unternehmen hatte wiederum
seit langem gute Kontakte zur Fachhochschule Deggendorf.
„Wir sehen es als unseren Auftrag, gemeinsam mit der
Wirtschaft Probleme zu lösen“, ergänzte in der
Pressekonferenz auf der IFAT Prof. Dr. Peter Sperber,
Vizepräsident der FH Deggendorf. Mit Unternehmen aus dem
Bayerischen Chemiedreieck pflege man seit langem eine
sehr konstruktive Zusammenarbeit in der Lösung
anspruchsvoller Aufgabenstellungen. Ausgangslage für
das neue Verfahren: Mit der herkömmlichen Technik können
Kläranlagen nur etwa 30 Prozent ihres Energiebedarfs
durch Gewinnung von Faulgas (Methan) aus Klärschlamm
decken. Die Erweiterung der Kläranlage mit der
Desintegrationsanlage der Süd-Chemie erhöht laut
Unternehmen die Energieausbeute bei der
Klärschlammumwandlung um fast ein Drittel. Die
Investition könne sich, nicht zuletzt wegen der geringen
Betriebskosten der Desintegrations-Anlage, nach rund
zwei Jahren amortisieren. Diese Rechnung bestätigte
jetzt auf der IFAT Heinz Lanner, Betriebsleiter des
kommunalen Klärwerks im Süd-Chemie Standort Bruckmühl
bei Rosenheim. Dort ist seit knapp einem Jahr eine
Pilotanlage in Betrieb. Die Kläranlage hat eine
Kapazität von rund 25 000 Einwohnergleichwerten, also
einer entsprechenden Schmutzfracht. Im Prinzip
könnten allerdings auch deutlich kleinere Anlagen mit
der neuen Technik ausgerüstet werden und profitieren,
sagt Projektleiter Andreas Zacherl von der Süd-Chemie.
In den ersten sechs Monaten des Betriebs wurden laut
Heinz Lanner in Bruckmühl die Methangaserzeugung und
damit die Eigenenergiegewinnung bereits um gut 20
Prozent erhöht. Zudem seien die Betriebs- und
Entsorgungskosten des Klärwerks deutlich gesunken, da
der Einsatz von Flockungsmitteln zur Abwasserbehandlung
und die Menge des zur Entsorgung anfallenden
Klärschlamms um jeweils zehn Prozent verringert werden
konnten. Durch die verstärkte Umwandlung der Biomasse
in Faulgas sinke außerdem die Menge des anfallenden
Restschlamms - mit günstiger Auswirkung auf die
Entsorgungskosten. Da bei diesem Verfahren lediglich ein
starkes elektrisches Feld angelegt wird, aber kein Strom
fließt, sei der Stromverbrauch der Desintegrationsanlage
sehr gering. Auch deshalb sei das
Desintegrationsverfahren von Süd-Chemie, UAS Messtechnik
und der Fachhochschule Deggendorf anderen Verfahren
hinsichtlich der Effizienz deutlich überlegen. Als
weiteren Anwendungsbereich präsentieren die Entwickler
Biogasanlagen. Der bisher relativ geringe Wirkungsgrad
bei der Umwandlung von Biomasse in Energie könne durch
den Einsatz der Desintegrations-Technologie deutlich
verbessert werden. So müssten derzeit in konventionellen
Anlagen die biologischen Ausgangsrohstoffe in einer
sogenannten Umwälzung mechanisch vorbehandelt werden;
durch diesen zusätzlichen Energieaufwand sinke der
Wirkungsgrad. Mit der elektrokinetischen Desintegration
der Süd-Chemie könne auf die Umwälzung verzichtet und
somit der Wirkungsgrad von Biogasanlagen erhöht werden.

Unternehmen aus der Glasbranche vernetzen sich
Regen. Die beantragten Fördermittel des Bundes für die
Gründung des „Netzwerk Glas“ sind kürzlich bewilligt
worden. Zehn Firmen aus dem Landkreis Regen beginnen nun
mit dem Aufbau des Netzwerkes und suchen nach weiteren
Partnern aus Niederbayern. Die lokalen Unternehmen aus
der Glasbranche und verwandten Wirtschaftszweigen wollen
die Potenziale der Glasbranche besser nutzen, die
Zusammenarbeit stärken und die Glasregion Bayerischer
Wald vermarkten. Etwa 1400 Arbeitnehmer in den
Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau sind laut
Waldemar Herfellner, Regionalmanager des Landkreises
Regen, in der Glasproduktion tätig. Fördermittel in Höhe
von 100 000 Euro wurden für das erste Jahr des Projekts
bewilligt. Nun wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein
Projektmanager zur Erarbeitung eines Netzwerkkonzeptes
und dem Aufbau und Management des Netzwerkes gesucht.
„Netzwerk Glas“-Gründungsmitglieder sind: Zwiesel
Kristallglas, Glashütte Eisch, JOSKA Kristallglas,
Ullrich GmbH, UAS Messtechnik, Qioptic Photonics GmbH
&Co. KG, Peter Olinger Formenbau, IWG Glasofenbau, FH
Deggendorf/TC Teisnach und die Firma Weinfurtner.
Weitere Infos unter www.chemiecluster-bayern.de - rmb
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