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Presse/Informationen

Presse/Informationen

1. Presseartikel:

[1998 - 24. Juni] Kleine Firma - groß in Hightech
[2001 - 22. Dezember] Neuer Besitzer für das OBAG-Gelände
[2002 - 14. November] Taiwan - nur einen Mausklick von Viechtach entfernt
[2003 - 01. September] Technik von UAS hilft Energiesparen
[2003 - 02. September] Erfolgreich mit Nischenpolitik und Exportsteigerung
[2003 - 12. November] Firma UAS rüstet Glasfachschule auf - kostenlos
[2004 - 20. März] Optimierung der Kläranlage Zellertal
[2004 - 24. Juni] UAS Neue Technik hilft Kosten sparen
[2004 - 17. Dezember] Forscher in der Kläranlage
[2004 - 27. Dezember] Frauenaus Komplettpreis-Kläranlage
[2005 - 14. März] Reduzierung des Schlammindexes ist deutlich günstiger als erwartet
[2005 - 06. August] Die Waidler von heute waren im Brasilien von morgen
[2005 - 10. September] Richtfest im Frauenauer Klärwerk
[2005 - 26. Oktober] Kalkindustrie blickt nach Viechtach
[2005 - 09. Dezember] In der Kläranlage 250 000 Euro gespart
[2006 - 31. März] Damit der Klärschlamm weniger wird
[2006 - 10. Mai] Glasfachschule erhält wertvolle Systemsteuerung gratis
[2006 - 25. August] Die Frauenauer Kläranlage ist in Betrieb
[2009 - 31. August] "Global Player" feiert mit Partnern und Gästen
[2010 - März] Erste Kaufmännische bei UAS
[2010 - 29. März] Durch Technik: Mehr Gas, weniger Kosten
[2010 - 29. Juli] Freisprechung der UAS Lehrlinge 2010
[2010 - 18. September] Kostendämpfer für Kläranlagen
[2010 - 18. September] Unternehmen aus der Glasbranche vernetzen sich

2. UAS Veröffentlichungen:

[1998. 24. Juni] Kleine Firma - groß in Hightech

PASSAUER NEUE PRESSE vom Mittwoch, 24. Juni 1998

Viechtach

Kleine Firma - groß in Hightech

Betrieb will sich vergrößern - Neue Analyse-Technik für Kläranlagen - CSU-Politiker zu Besuch bei UAS Meßtechnik GmbH

Ruhmannsfelden (fst). "Klein, aber fein" - dieser Spruch trifft auf die Firma UAS in Ruhmannsfelden zu. Daß der Zwölf-Mann-Betrieb höchsten Ansprüchen im Bereich der Meß- und Regeltechnik gerecht wird, davon konnten sich Bürgermeister Josef Brunner und weitere CSU-Politiker bei einem Besuch überzeugen.
Von außen wirkt das Betriebsgebäude in der Schulstraße (ehemaliger Holzverarbeitungsbetrieb Achatz) eher unscheinbar, doch in seinem Inneren verbirgt es absolute Spitzentechnologie. Von der Planung über die Softwareentwicklung bis zur Montage elektronischer Schaltkästen biete die Firma UAS alles aus einer Hand, erklären die Inhaber Brigitte und Bernd Donaubauer. Zur Zeit habe man viele Aufträge aus der Glasindustrie.
Besonders hellhörig wurden die CSU-Gäste, als Betriebsleiter Bernd Donaubauer die Neuentwicklung von Softwareprogrammen zur Optimierung von Kläranlagen erklärte. Interessant sei dies auch für Bodenmais, meinte Bürgermeister Fritz Wühr, denn während der Tourismussaison sei die Kläranlage höchst unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Mit Hilfe der Computerprogramme könnten die Werte der Kläranlage analysiert und die optimale Einstellung berechnet werden.
Im Modellprojekt "Ohetal" bei Grafenau wird dieses Verfahren bereits erprobt. Per On-Line-Dienst werden die Meß- und Analysedaten ausgetauscht. Die Firma UAS ist davon überzeugt, daß durch diese Neuentwicklung bei vielen Kläranlagen ein aufwendiger Umbau überflüssig werde und sich die Gemeinden dadurch sehr viel Geld sparen.
Das Unternehmen UAS existiert seit 1983 in Ruhmannsfelden und beschäftigt zwölf Ingenieure und Techniker. Das Betriebsgebäude wird allmählich zu klein, man sucht in Ruhmannsfelden ein Gelände, auf dem man sich vergrößern kann. Bürgermeister Josef Brunner sagte seine Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Standort zu und Landtagsabgeordneter Helmut Brunner will bei der Beratung über eine mögliche Wirtschaftsförderung behilflich sein.
UAS möchte aber trotz der Ausbaupläne ein Kleinbetrieb blieben. Kleine Firmen könnten viel flexibler reagieren, müßten aber ständig neue Ideen und Entwicklungen präsentieren, erklärten die anwesenden Ingenieure den CSU-Politikern.

PASSAUER NEUE PRESSE vom Samstag, 22. Dezember 2001

Viechtach

Neuer Besitzer für das OBAG-Gelände

UAS Messtechnik zieht in Oberschlatzendorf ein - Junior-Chef: "Das Gelände ist wie für uns zugeschnitten"

Von Oliver Hausladen

Viechtach. Das OBAG-Gelände in Oberschlatzendorf hat einen neuen Besitzer: Die UAS Messtechnik GmbH, bisher in Ruhmannsfelden angesiedelt, hat das etwa 4500Quadratmeter große Areal gekauft, bereits bis zum 7. Januar soll der Umzug über die Bühne sein. "Das Gelände ist wie für uns zugeschnitten", zeigt sich Junior-Chef Thomas Donaubauer begeistert. Seiner Firma stehen an der Professor-Hermann-Staudinger-Straße neben dem modernen Bürokomplex unter anderem vier Hallen zur Produktion und ein großes Lager zur Verfügung. "In Ruhmannsfelden war es so eng geworden, dass es logistisch nicht mehr tragbar war", erläutert Donaubauer. Die 1984 von Bernd Donaubauer gegründete UAS Messtechnik GmbH entwirft und baut Mess- und Regeltechnik vor allem für die Glas-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Ein großes Standbein ist ein Verfahren, mit dem Großfeuerungsanlagen für die Glasindustrie nur mit Sauerstoff befeuert werden. Dieses System exportierte man bereits nach Ägypten, Holland, Polen, Lettland und Usbekistan. Momentan hat UAS 24 Beschäftigte; falls sich die Auftragslage weiter so gut entwickelt, denkt Thomas Donaubauer auch an die Einstellung von neuen Fachkräften. Das Firmengelände in Ruhmannsfelden war UAS Anfang des Jahres zu klein geworden. Die Pläne für einen Neubau im Industriegebiet Zachenberg waren fast fertig, als durch die Kontakte von Mitgesellschafter Axel Blank zu Viechtachs Bürgermeister Georg Bruckner das OBAG-Gelände ins Spiel kam. Seit die OBAG ihr erst im Juni 1997 fertig gestelltes Regionalzentrum Ende 1999 bereits wieder verlassen hat, stand das moderne Gebäude gegenüber dem Rehau-Werk 11 leer. Bei einer Besichtigung Mitte Oktober zeigte sich die UAS-Führungsmannschaft begeistert vom Areal. Bruckner war auch bei den anschließenden Verkaufsverhandlungen mit E.ON in Regensburg und bei der Zuschussanfrage bei der Regierung von Niederbayern dabei. "Wir sind dem Bürgermeister zu Dank verpflichtet", lobte Firmengründer Bernd Donaubauer den Rathaus-Chef, "er hat uns schnell und sehr viel geholfen!" Innerhalb weniger Tage waren die nötigen Verträge unterschrieben, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bruckner selbst freute sich über die Ansiedlung der High-Tech-Firma im Oberschlatzendorfer Industriegebiet. "Es kommen sichere Arbeitsplätze nach Viechtach, außerdem ist eine so innovative und weltweit tätige Firma wie UAS ein großer Gewinn für die Stadt." Der Kauf des Geländes in Viechtach biete laut Thomas Donaubauer mehrere Vorteile: So müsse die Firma nicht warten, bis ein Neubau steht, das Gebäude sei für ein Elektronikunternehmen optimal, zudem sei die Infrastruktur in Oberschlatzendorf optimal. "Wir haben die B85 und die Staatsstraße Richtung Straubing direkt vor der Haustür, zudem sind wir von mehreren Unternehmen wie Rehau oder Linhardt umgeben, mit denen wir ohnehin zusammenarbeiten." Die Arbeiten im Verwaltungsgebäude sind bereits so gut wie abgeschlossen. Über die Feiertage soll die Produktion komplett nach Viechtach verlegt werden. "Wenn es gut läuft, können wir ab 7. Januar hier voll loslegen", freut sich Thomas Donaubauer.

Passauer Neue Presse vom 14.11.2002

Lokales Viechtach

Taiwan - nur einen Mausklick von Viechtach entfernt

Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger war bei UAS Messtechnik in Viechtach und Technoblech in Arnbruck zu Gast

Bei UAS Messtechnik im Viechtacher Industriegebiet Oberschlatzendorf wurde deutlich, dass Hightech nicht unbedingt aus Großstädten kommen muss, im Gegenteil. Sauerstoffanlagen, Glasseideanlagen und viele andere innovative Entwicklungen der Firma sind schon fast überall auf dem Globus zu finden. Gerade wird über den Bau von Anlagen in Deutschland, Iran, Holland, in Taiwan, Ägypten, Polen und China verhandelt. Bernd Donaubauer, Firmengründer von UAS Messtechnik, kritisierte das Investitionsverhalten der Deutschen: "In Deutschland passiert nichts, ich frag mich, ist es wirklich die Arbeitskraft, die Taiwan interessant macht, oder ist es nicht doch die Technik?" Neu ist bei UAS Messtechnik, dass Probleme mit Anlagen nicht mehr am Standort behoben werden müssen, sondern von Viechtach aus gelöst werden können. "Früher hat eine Störung in Taiwan bedeutet, dass jemand sich auf eine über 30-stündige Reise machen musste, um eine halbe Stunde dort zu arbeiten." Wie man heute innerhalb weniger Minuten ohne das Zimmer zu verlassen Störungen in Taiwan lösen kann, zeigte der geschäftsführende Gesellschafter Axel Blank den Gästen. Mit wenigen Mausklicks hatte er sich im Rechner eingeloggt und bot den Anwesenden eine Führung durch eine Glasschmelzwanne, die viele Tausend Kilometer entfernt steht. Auf die Möglichkeit einer 50-Prozent-Förderung bei "anwendungsorientierter Forschung" von mittelständischen Betrieben, die mit Hochschulen zusammenarbeiten, wies Regierungsdirektor Günther Keilwerth hin; Keilwerth leitet die Abteilung für Wirtschaft und Verkehr bei der Regierung von Niederbayern. Dass UAS Messtechnik für die Förderung ein heißer Kandidat ist, der bereits Kontakte zur FH Deggendorf geknüpft hat, konnte man heraushören. Nach einer Führung über das Gelände machte sich die Delegation auf zu Technoblech nach Arnbruck. Der große Unterschied zwischen den beiden Unternehmen ist, dass UAS Messtechnik mit innovativen Produkten überzeugt, während Technoblech keine eigenen Produkte anbietet, sondern damit punktet, das herzustellen, was der Kunde wünscht. Etwa 300 Firmen in Europa nutzen die Vorzüge von Technoblech, deren Firmengelände sich in der Nähe des Flugplatzes befindet. Sowohl mechanische wie auch elektrische und elektronische Komponenten können innerhalb kurzer Zeit in großen Mengen hergestellt werden, da die Firma sehr auf Flexibilität baut. Auch in Sachen Personal setzt der Betrieb auf Kurzfristigkeit. Als zweites Standbein hat Technoblech bis vor einiger Zeit Antennen-Dipole produziert, also das Innenleben der Sendemasten für Mobilfunknetze. Als dieser Markt zusammenbrach, musste nicht ein einziger Angestellter entlassen werden, denn die Firma hatte auf Arbeitskräfte aus Zeitarbeitsfirmen gebaut. "Die Auftragslage ist in den letzten Jahren gleichmäßig schwach, sollte es jedoch wieder aufwärts gehen, haben wir die Möglichkeit, unser Gelände zu erweitern. Vor zwei Jahren mussten wir Aufträge ablehnen, jetzt kommt es auf Engagement und Glück an, um schwarze Zahlen zu schreiben", erläuterte Josef Mühlbauer, Geschäftsführer von Technoblech. Gefragt nach seinen Wünschen, äußerte er wie aus der Pistole geschossen eine ganz konkrete Bitte:"Die B11 muss unbedingt ausgebaut werden." Immerhin konnte er den Regierungsvertretern das Versprechen abnehmen, zu tun, was man könne.

Passauer Neue Presse vom 01.09.2003

Lokales Viechtach

Technik von UAS hilft Energiesparen

MdL Helmut Brunner auf Informationsbesuch in Oberschlatzendorf

Viechtach (ewi). Eine Firma mit Zukunft besuchte Landtagsabgeordneter Helmut Brunner bei seiner Informationstour zu Betrieben im Landkreis: "UAS" (Unternehmensbereich Automatisierungssysteme) hat Aufträge in aller Welt, besonders im Fernen Osten, ist mit seiner Automatisierungstechnik im Aufwind, könnte Kommunen zu Energieeinsparung verhelfen.
Derzeit wird in Taschkent (Usbekistan) ein neues Projekt geplant, um Wasserrohre mit Glasfasertechnik druckfest zu machen. Die Automatisierungstechnik für diese Produktion erstellt UAS. Anlagen wurden bereits in Lettland und China gebaut, wobei UAS nicht als Betreiber fungiert, sondern nur den Aufbau übernimmt. Mit einer speziellen Sauerstofftechnik, die UAS bereits vor zehn Jahren entwickelte, können durch den Einsatz von reinem Sauerstoff beste Abgaswerte erzielt werden, eine fast abgasfreie Produktion. Design, Planung und Fertigung erfolgen im Haus im Viechtacher "Industriegebiet Süd", die Einstellung der Anlage dann vor Ort. Mit einem Fernwartungssystem können 90 Prozent der Störungen an Anlagen von Viechtach aus registriert und behoben werden. Dies spart Zeit und damit Kosten. Enge Zusammenarbeit besteht mit den Firmen Siemens, Danfoss und Air Liquide. In Europa wurde bereits Majorität erreicht, nun soll der Weltmarkt erobert werden. Mit den Analysen von UAS könnten Kommunen u.a. bei Kläranlagen und Abwassersystemen viel Geld einsparen. So ist man z.B. seit fünf Jahren in der Lage, mit 95-prozentiger Sicherheit eine Kläranlage mathematisch zu modellieren. Dieser Punkt ließ MdL Helmut Brunner besonders aufhorchen. So wird er versuchen, ein Treffen mit Umweltminister Schnappauf bei UAS zu organisieren, um Bürgermeister und Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes ausreichend zu informieren. Wichtig beim derzeit weltweiten Boom in der Glasseidenfertigung ist die frühzeitige Erkennung von Störfaktoren, d.h. die Erkennung von Rissen in der Faser während der Produktion. Die Firma UAS sucht mit 18 hochwertigen Mitarbeitern nach Lösungen, um somit eine Senkung von Ausschussware zu erreichen, damit eine enorme Kostenersparnis. Bei entsprechender Förderung könnte dieses Ziel leichter erreicht werden, könnten weitere Arbeitsplätze entstehen. Glasseide wird heute bereits vielfach eingesetzt, z.B. bei der Produktion von Skiern, Snowboards, Katamaranen, Fahrrädern und Glasfasermatten. Versuche gibt es auch im Straßenbau, da sich das Material neutraler als Kunststoffe und Metalle verhält, dafür stabiler ist.

Passauer Neue Presse vom 02.09.2003

Heimatwirtschaft

Erfolgreich mit Nischenpolitik und Exportsteigerung

Viechtacher Messtechnik-Unternehmen UAS liefert 70 Prozent der Produkte ins Ausland

Viechtach (jor/si). Mit der konsequenten Besetzung einer High-Tech-Nische und der ständigen Steigerung des Exportanteils meistert das Viechtacher Unternehmen UAS Messtechnik nach eigenen Angaben die Branchenkrise. "Wir sind gut ausgelastet. Unser derzeitiger Auftragsbestand beträgt sechs Monate", berichtet Junior-Chef Thomas Donaubauer. Und er geht auch für dieses Jahr wieder von einer leichten Umsatzsteigerung - "gegen den Branchentrend" - auf knapp drei Mio. Euro aus. Als Hauptgründe des Erfolgs der Firma, die für die Glas-industrie die neue Technik der Sauerstoff-Befeuerung entwickelt und baut, nennt er die "Fähigkeit, in dieser Nische absolute Spitzentechnik mit einem umfassenden Service" anbieten zu können. Dazu komme die ständig erhöhte Exportquote, die derzeit bei knapp 70 Prozent liege und weiter gesteigert werden solle. In der Tat: Aus Viechtach werden Kunden in aller Welt mit Prozess- sowie Mess- und Regeltechnik beliefert. "Wir haben Kunden in ganz Europa, aber auch im Iran, in Taiwan, China oder Ägypten", sagt Thomas Donaubauer. Und Firmengründer Bernd Donaubauer ist auch für die Zukunft nicht bange: "Unsere Technik setzt sich immer mehr durch, da unsere Systeme die Qualität des Glases steigern". Außerdem würden mit der Sauerstoff-Befeuerung Abgasemission und Energieeinsatz bei höherer Schmelzleistung reduziert. Die Anlagen werden von UAS zusammen mit der Firma Stern aus Teisnach (Landkreis Regen), die den Edelstahlrohrleitungsbau für die Firma UAS übernimmt, gefertigt. Mit der Auslieferung der Anlagen sei für UAS die Arbeit aber nicht getan. Die Firma, bei der 18 Mitarbeiter beschäftigt sind, nimmt laut Donaubauer die Anlagenteile vor Ort in Betrieb und bietet dem Kunden einen 24-Stunden-Service. "Durch unsere Fernwartungssysteme garantieren wir dem Betreiber, wenn es ein Problem gibt, innerhalb kurzer Zeit eine online Verbindung zwischen seiner Anlage und einem unserer Techniker, egal, wo sich der Programmierer gerade befindet - solange es dort einen Telefonanschluss gibt", betont UAS-Entwicklungschef Axel Blank. Sein Chef Donaubauer nennt einen weiteren Erfolgsgrund: "Wenn wir etwas auf den Markt bringen, haben wir schon ein Konzept für Neues in der Schublade liegen".

Passauer Neue Presse vom 12.11.2003

Lokales Zwiesel

Marita Haller

Firma UAS rüstet Glasfachschule auf - kostenlos

Hochwertige Mess- und Regeltechnikeinrichtung gestiftet - Wichtig für Hüttentechniker

Marita Haller Zwiesel. In den Zeiten schlechter Finanzlagen geschehen noch Wunder: Die Firma UAS Messtechnik GmbH Viechtach hat jetzt die Glasfachschule mit einer hochwertigen mess- und regeltechnischen Einrichtung beschenkt.
Sie wird gebraucht für den Hafenofen, alle Temperöfen und die Kühlbandsteuerung. Glasfachschulleiter Hans Wudy zeigte sich überglücklich über das Geschenk, das einen respektablen Wert aufweist. Er bedankte sich bei der offiziellen Übergabe am Montagabend herzlich bei den Firmenchefs Bernd Donaubauer und Axel Blank, bei UAS-Systemtechniker Peter Höfig, der die Zwieseler Ofenanlage als Projektleiter komplett umrüstete, wie auch bei der Firma Eurotherm, die vier hochwertige Regler neuester Technologie beisteuerte. "So ein Gerät hätte sich die Schule niemals leisten können", erklärte Wudy. Mit dieser neuen Mess- und Regeltechnik sei die Glashütte der Glasfachschule auf dem neuesten technischen Stand. Speziell für die Ausbildung zum Glashüttentechniker ist die Anlage ausgesprochen wichtig. Mit ihrer neuen Prozessvisualisierung ermöglicht sie es, in der Produktions- bzw. Ausbildungsstätte praxisorientiert auszubilden. Die Firmeninhaber Bernd und Thomas Donaubauer sind Zwiesler und wohnen auch in der Glasstadt. In ihrer Viechtacher Firma UAS Messtechnik GmbH (Unternehmensbereich Automatisierungssysteme) stellen sie komplette mess- und regeltechnische Systeme und Automatisierungssysteme her für die allgemeine Verfahrenstechnik im Bereich Lebensmittelindustrie, Brauereien, Chemie, Pharmazie, Automobilindustrie und speziell für die Glasindustrie. UAS plant, baut, liefert und installiert Steuerungen und Regelungen für Wannen, Speiser, Kühlbänder und Formgebungsmaschinen in der Glasindustrie weltweit, außerdem Sauerstofffeuerungsanlagen, die zu einer erheblichen Reduzierung der Abgasemissionen beitragen. Die neue Anlage in der Glasfachschule läuft im Tag- und Nachtbetrieb vollautomatisch und ist mit einer automatischen Störmeldeüberwachung und Meldung über SMS zum Bereitschaftsdienst ausgerüstet. Praktisch für die Glasfachschule: der Service für die gesamte Anlage wird vom Büro in Viechtach aus durch ein Fernwartungssystem organisiert. Wie eine Firma mit 20 Mitarbeitern dazu kommt, einer Schule so ein großzügiges Geschenk zu machen? Vertriebsleiter und Juniorchef Thomas Donaubauer: "Wir sind immer bestrebt, dass die auszubildenden Fachkräfte das höchstmögliche Niveau an Technik erhalten und somit auch die Vorzüge unserer Technologie kennen lernen."

Passauer Neue Presse vom 20.03.2004

Lokales Viechtach

Optimierung der Kläranlage Zellertal

Arnbruck/Drachselsried. Die nächste Versammlung des Abwasserzweckverbandes Zellertal, findet am Mittwoch, 24. März, ab 19.30 Uhr im Rathaus in Arnbruck statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Vorstellung des Projekts "Optimierung der Kläranlage Zellertal" durch die Bürogemeinschaft UAS Pledl; Rechnungsabschluss 2003, Vorlage der Jahresrechnung gemäß Art. 102 Abs. 2 GO; Aufstellung des Haushaltsplans und Erlass der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2004; Informationen und Beratung über verschiedene Angelegenheiten; Wünsche und Anträge. Ein nichtöffentlicher Teil schließt sich an.

Passauer Neue Presse vom 24.06.2004

Lokales Viechtach

UAS: Neue Technik hilft Kosten sparen

CSU informierte sich bei Viechtacher Firma über Abwasserentsorgung

Viechtach (js). Die CSU-Kreistagsfraktion informierte sich bei der Viechtacher Firma UAS Messtechnik über deren neueste Entwicklungen im Bereich der Sanierung von Kläranlagen. Auch für die Abwassereinrichtungen der Kommunen verspricht das Unternehmen eine enorme Senkung der Kosten.
Helmut Brunner, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Regener Kreistag, konnte zur Betriebsbesichtigung im Industriegebiet in Oberschlatzendorf eine Vielzahl von CSU-Kreisräten begrüßen. Und was Firmenchef Bernd Donaubauer den Kreisräten berichten konnte, klingt viel versprechend. Das Unternehmen hat ein neuartiges Automatisierungsmodell in der Kläranlagentechnik entwickelt. Es basiert auf einem mathematischen Konzept, mit dem biologische Prozesse einer Kläranlage simuliert werden können. Und die Erfindung dieser neuen Verfahrenstechnik bringt neben verbesserter Reinigungsleistung oder etwa Minimierung der Nitratbelastung gerade für Kommunen in Zeiten knapper Haushalte einen entscheidenden Vorteil mit sich. "Wir können bei der Kläranlagensanierung die Kosten halbieren", verspricht Bernd Donaubauer, und dies bei einer Gerätetechnik von gleicher bis besserer Qualität gegenüber Neubauten, wie er betont. Gerade viele kleinere Gemeinden bis 5000 Einwohner mit Kläranlagen aus den 70er-Jahren stünden nun reihenweise wegen neuer europäischer Umweltstandards in der Pflicht zur Modernisierung der Einrichtungen. Während ein Neubau diese Gemeinden mit rund 3,5 bis 4 Millionen Euro im Gemeindesäckel belasten würde, wird die Variante "Sanierung mit neuer Technik" mit etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro veranschlagt, rechnet Bernd Donaubauer vor. "Mit geringen Kosten möglichst große Effektivität erzielen", ist die Philosophie, die sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat. Juniorchef Thomas Donaubauer unterbreitete den Kreisräten und Bürgermeistern auch im Bereich der laufenden Wartungskosten interessante Perspektiven. Mit einer neuartigen Anwendersoftware, einem elektronischen Betriebstagebuch, sei es mehreren Gemeinden problemlos möglich, in der Abwasserwirtschaft Entsorgungsaufgaben zusammenzulegen. Das Unternehmen erstellt für ihre Auftraggeber auch Analysen, in der die energetischen und biologischen Abläufe der Anlagen überprüft werden und bietet die Erstuntersuchung hierzu kostenlos an. Die CSU-Kreisräte zeigten sich sehr interessiert von den neuesten Entwicklungen von UAS Messtechnik GmbH. Fraktionschef Helmut Brunner lobte die Innovationen des weltweit tätigen Unternehmens auf dem Gebiet der Mess-, Steuer- und Regeltechnik und hob die Firma als Paradebeispiel dafür hervor, dass mit dem Know-how von qualifizierten Beschäftigten die Standortfrage eines Betriebs sekundär sei. Die Vertreter der Kommunen bat Brunner zusammen mit dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages, Bürgermeister Fritz Wühr aus Bodenmais, sich über die Entwicklungen in der Abwasserentsorgung zu informieren. Dadurch könnten die Kosten für die Gemeinden und die Abwassergebühren für die Bürger gesenkt werden.

Passauer Neue Presse vom 17.12.2004

Lokales Viechtach

Forscher in der Kläranlage

Viechtach (arb). Das weiche Bayerwald-Wasser macht Viechtachs Kläranlage für bundesweit einzigartiges Forschungsprojekt interessant. Die Verantwortlichen des Bundesverbands der Deutschen Kalkindustrie, des Instituts für Wasserwesen an der Münchner Bundeswehr-Universität, der Viechtacher Firma UAS Messtechnik und der Stadt gaben gestern den Startschuss für ein auf zwei Jahre angesetztes Gemeinschaftsprojekt. Dabei wird vor allem das Kalk-Kohlensäure-System im Blickfeld der Forscher stehen. Natürliches Wasser enthält mehr oder weniger große Mengen an gelöstem Kohlendioxid (Kohlensäure). Beim Versickern im Boden löst das kohlensäurehaltige Wasser Kalkstein und wird dadurch gebunden. Es entsteht durch die Bildung von Säurekapazität ein Puffersystem. Der Einfluss dieser Kapazität auf die Abbauleistung biologischer Abwasserreinigungsanlagen soll bei dem Projekt erforscht werden. Viechtach wurde mitunter wegen der dafür optimalen Wasserbeschaffenheit ausgewählt. "Wir haben es hier mit so genanntem Weichwasser zu tun - das enthält wenig Kalk", erklärte Universitäts-Professor Wolfgang Günthert. Der Kontakt mit der Firma UAS kam über den Verband Deutscher Kalkindustrie zustande. Dass Viechtach den Zuschlag erhielt, lag vor allem aber an der Kompetenz und Kooperationsbereitschaft der Stadt, stellte Günthert heraus. In den kommenden Wochen wird auf dem Gelände der Kläranlage eine eigene Forschungsstation errichtet. Zwei Reaktoren und eine Messkabine sollen dem Team die Arbeit erleichtern. Die Uni-Mitarbeiter aus München sowie die Kalkverband-Verantwortlichen werden künftig nahezu wöchentlich nach Viechtach kommen, um nach dem Rechten zu sehen. Bürgermeister Georg Bruckner freute sich bei der Vorstellung des Projekts darüber, dass ausgerechnet Viechtach dafür ausgesucht wurde. Er hoffe darauf, dass man dadurch neue Erkenntnisse gewinnen und irgendwann einmal Profit daraus schlagen kann. Die Verantwortlichen mit (von links) Norbert Weber (Deutscher Kalkverband), Heinrich Lerch (Stadtbauamt), Andreas Wecker (Deutscher Kalkverband), Bürgermeister Georg Bruckner, Professor Wolfgang Günthert, Thomas Donaubauer (Vertriebsleiter UAS Messtechnik), Klärwärter Michael Fuhrmann und Uni-Mitarbeiter Falk Schönherr machten sich gestern vor Ort ein Bild vom neuen Forschungsstandort; im Vordergrund ist der abgesteckte Bereich für die beiden Mess-Reaktoren zu sehen.Arbinger

Passauer Neue Presse vom 27.12.2004

Lokales Zwiesel

Frauenaus Komplettpreis-Kläranlage: Generalsanierung beginnt im Mai

Bau- und Planungsunterlagen an die Gemeinde übergeben - 2,25 Millionen Euro Kosten

Christina HacklFrauenau. Viel Papier ist in der Gemeinde Frauenau angekommen: Das Ingenieurbüro Pledl und das Unternehmen UAS haben die kompletten Bau- und Planungsunterlagen für die Generalsanierung der Kläranlage übergeben. Der Spatenstich für das 2,25 Millionen Euro teure Projekt ist am 1. Mai 2005, Fertigstellungstermin ist der 31. Juli 2006.

"Die Grundidee der Generalsanierung ist die Kombination zwischen den Anlagen der bestehenden Kläranlage und neuesten Entwicklungen", sagt Thomas Donaubauer von der Firma UAS, mit der die Gemeinde einen Generalunternehmer-Vertrag abgeschlossen hat. "Die Gemeinde kauft praktisch die gesamte Kläranlage zu einem Komplettpreis und nicht deren Einzelteile", erläutert Stadler. Außerdem gebe es einen festen Fertigstellungstermin. Bei eventuellen Kostenüberschreitungen stehe die Firma UAS in der Verantwortung, nicht die Gemeinde. Wird die Anlage nicht rechtzeitig fertig, werde eine vertraglich festgelegte Konventionalstrafe fällig. Bürgermeister Stadler erläuterte bei Übergabe der Unterlagen noch einmal die Entscheidung für das Generalsanierungsmodell. "Für die Gemeinde ist das die kostengünstigste Lösung", so der Rathauschef. 2,25 Millionen Euro werde die Sanierung kosten. Durch die Einbeziehung und Nutzung der bestehenden Anlagen sei der Planungsaufwand gering und der Eingriff in die Natur minimal. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Gemeinde sei, dass die Kommune auch weiterhin die Kontrolle über künftige Investitionen in ihrer Hand behalte. Die Generalsanierung hat laut Josef Stadler auch Nachteile: Mehrkosten durch Emissionsschutzauflagen, die Nähe zur Wohnortbebauung und die Beeinträchtigung des Ortsbildes. Ein kompletter Neubau der Kläranlage hätte rund 3,2 Millionen Euro gekostet, so der Bürgermeister. Die Kosten für einen Anschluss an das Kanalsystem der Stadt Zwiesel hätten sich auf rund 2,6 Millionen Euro summiert. Auch bei den laufenden Betriebskosten sei das Generalsanierungsmodell die günstigste Variante. Nach Berechnungen der Gemeinde wären diese bei einem Anschluss an Zwiesel 25 000 Euro im Jahr teurer gewesen als bei einer generalsanierten Frauenauer Kläranlage. "Außerdem hätte die Gemeinde bei einem Anschluss an Zwiesel die Kontrolle über die Gebührenentwicklung und die Investitionen aus der Hand gegeben", resümierte Stadler. Spatenstich für die Generalsanierung ist am 1. Mai 2005, am 31. Juli 2006 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. "Aus Sicht der Gemeinde ist die gefundene Lösung nicht nur die technisch vollkommenste, sondern auch die wirtschaftlichste und sparsamste", so Josef Stadler.

Passauer Neue Presse vom 14.03.2005

Lokales Viechtach

Reduzierung des Schlammindexes ist deutlich günstiger als erwartet

Kosten halbiert: UAS-Messtechnik erhält Auftrag über 220 000 Euro


Vor dem Nachklärbecken in der Zellertal-Kläranlage: (von links) Klärwärter Georg Zitzelsberger, Bürger-meister Hermann Brandl und Thomas Donaubauer von der Firma UAS Messtechnik. (Foto: Reith)

Arnbruck/Drachselsried (er). Bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes Abwasserbeseitigung Zellertal hatte Verbandsvorsitzender Bürgermeister Hermann Brandl auch die Vertreter der Bürogemeinschaft UAS/Pledl eingeladen. Es sollte die weitere Vorgehensweise zur Optimierung der Kläranlage Zellertal mit der Bürogemeinschaft besprochen werden.

Verbandsvorsitzender Hermann Brandl, Klärwärter Georg Zitzelsberger sowie Thomas Donaubauer von der Firma UAS erläuterten nochmals die bisherigen Planungen und Maßnahmen. Die Kläranlage hat bei starken Regenfällen immer wieder Schwierigkeiten mit dem Schlammabtrieb. Dies wiegt um so mehr, da einige hundert Meter nach dem Einbringen in den Vorfluter sich eine Fischzuchtanlage befindet. Das Wasserwirtschaftsamt fordert schon seit längerem, die Nachklärung zu erweitern. Die bisherigen in Erwägung gezogenen Alternativen, z.B. Bau eines zusätzlichen Nachklärbeckens, hätten Kosten von rund 470 000 Euro verursacht. Durch eigens von UAS entwickelte Modellierungsprogramme auf ATV-Basis können die gesamten Abläufe in einer Kläranlage am Bildschirm simuliert werden. Sehr schnell wurde analysiert, dass die Stoffbelastung sowie die pH-Werte im Zulauf der Kläranlage Zellertal großen Schwankungen unterliegen, wozu auch die im Ort ansässigen Brauereien beitragen. Durch zusätzlich schlechte Vermischungsverhältnisse in der Anlage Zellertal wird ein Fadenbakterium im Wachstum begünstigt, welches sich äußerst negativ auf den gesamten Reinigungsprozess auswirkt. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde von UAS Mitte des Jahres 2004 über einen Zeitraum von drei Monaten ein Versuchsaufbau zur Schlammindexreduzierung in der Kläranlage Zellertal installiert. Es wurden dabei einige verfahrenstechnische Abläufe optimiert. Schon nach kurzer Zeit stellte sich eine enorme Verbesserung der Reinigungsleistung vor Ort ein. Als Bürogemeinschaft mit dem Ing. Büro Pledl sowie in Zusammenarbeit mit dem WWA Deggendorf wurden die neuen Erkenntnisse in eine konkrete Planung umgesetzt. Endgültige Lösung In gemeinsamer Abstimmung mit UAS müssen die Brauereien sowie der ZVA Zellertal eine endgültige Lösung für eine gleichmäßige Belastung der Kläranlage schaffen. Nach der endgültigen Baufreigabe durch das Landratsamt Regen werden die geplanten Umbaumaßnahmen beginnen. Durch Optimierung der MSR-Technik sowie neuer innovativer Techniken ist eine Kostenreduzierung zur ursprünglichen Planung von ca. 250 000 Euro zu erwarten. Auf Grund der Erkenntnisse dieser neuen Technik und in Abstimmung mit den Fachbehörden wurde der Auftrag über rund 220 000 Euro an die Firma UAS vergeben. Die Firma ist sich sicher, dass sie das Verfahren zur Zufriedenheit des Zweckverbandes bewerkstelligen kann, denn nur dann wird die Leistung vergütet. Ein großes Lob für seinen außergewöhnlichen Einsatz in der Kläranlage erhielt in diesem Zusammenhang der Klärwärter vom Verbandsvorsitzenden. Hans Graßl, der in der Sitzung als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzten Geschäftsführers Gerhard Egner als neuer Geschäftsführer des AZV bestimmt wurde, gab das Ergebnis der Haushaltsrechnung bekannt, diese wurde an den Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen. Klärwärter Georg Zitzelsberger wies auf den hohen Instandhaltungsaufwand in der Kläranlage im vergangenen Jahr hin, welcher auch im laufenden Jahr erforderlich sein wird. Er mahnt auch den regelmäßigen Unterhalt der gemeindlichen Kanalnetze an.

Passauer Neue Presse vom 06.08.2005

Lokales Regen

Susanne Öttl

Die Waidler von heute waren im Brasilien von morgen

Unternehmer aus der Region bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen - In Brasilien und untereinander erfolgreich Kontakte geknüpft

Susanne Öttl Regen. "Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen". So sieht Thomas Donaubauer von der Firma UAS Messtechnik aus Viechtach die Situation für die mittelständischen Unternehmen im Wettbewerb. Um schneller als andere zu sein und neue Märkte zu erschließen, waren ein Dutzend Unternehmer aus dem Landkreis Regen bei den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen vertreten. Mit von der Partie: Kreis-Wirtschaftsreferent Johannes Müller, der die Reise für die Unternehmer organisiert hatte. Die Vertreter von acht Unternehmen konnten in Fortaleza im Nordosten Brasiliens nicht nur Kontakte knüpfen, sie haben sich auch untereinander besser kennengelernt. Michael Hetzenecker von der Viechtacher Firma MH-Ideal aus der Elektrotechnik-Branche ist wie viele in der Reisegruppe von der brasilianischen Energiepolitik begeistert: "Brasilien will wachsen, dazu braucht es Energie, und die will es hauptsächlich aus erneuerbaren Rohstoffen decken. Das ist auch für uns ein Wachstumsmarkt." Hetzenecker machte mit einem Teil der Gruppe einen Abstecher in die Hauptstadt Brasilia. Bei Gesprächen dort ergaben sich für ihn konkrete Projekte. Er plant derzeit Aufträge, bei denen es um die Installation von Solaranlagen in einem Hochhaus und in einer Wohnsiedlung in der Nähe von Brasilia geht. Auch Thomas Donaubauer wird wahrscheinlich einen Auftrag erhalten: In Sao Paulo soll UAS Messtechnik in einer Firma, die Zuckerrohr zur Methylalkohol verarbeitet, eine Kompakt-Kläranlage bauen. "Die Brasilianer sind uns in Bereich der regenerativen Energie in vielem voraus", betont Donaubauer. Das Problem der begrenzten Ressourcen sei dort erkannt, die Unternehmen müssen sich an hohe Auflagen halten. "In Deutschland reagieren wir oft mehr als wir agieren", fällt Donaubauer auf. So habe etwa VW speziell für den brasilianischen Markt ein so genanntes Flex-Fuel-Fahrzeug gebaut, das auch mit Methylalkohol fährt. Über 50 Prozent der Fahrzeuge in Brasilien fahren mit Treibstoff aus erneuerbaren Energieträgern. "Wir in Deutschland schauen da noch relativ hilflos zu", meint Donaubauer. Wachstumsmarkt für erneuerbare Energie Bei den deutsch-brasiliansichen Wirtschaftstagen ging es den Teilnehmern nicht nur um Kontakte mit potenziellen Kunden. In Arbeitsgruppen wurden auch wirtschaftspolitische Themen, etwa des Agrar- und Energiesektors, erörtert. Brasilien, das schon jetzt den Großteil seiner Energie aus Wasserkraft deckt, will sich noch mehr von fossilen Rohstoffen abwenden und ohne Energie aus dem Ausland auskommen. "Bis 2008 soll jedes Jahr die Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern um 300 Megawatt erhöht werden", ist Hetzenecker begeistert. Viele Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien seinen umsetzungsreif. Wenn bald ein Gesetz zur Energieeinspeisung in Kraft tritt, und die Unternehmer wissen, wie viel für eine Kilowattstunde gezahlt wird "dann werden die Anlagen nur so aus dem Boden schießen", ist sich Donaubauer sicher. "An dem Wachstumsmarkt Brasilien partizipieren" will auch Karl-Heinz Dürrmeier von der Kirchberger Firma Mesutronic. Für ihn ging es bei der Reise "vor allem darum, den Markt erst einmal kennenzulernen". Die Kunststoffhersteller in Brasilien, die dort der Automobilindustrie zuliefern, könnten an den Metalldetektoren der Kirchberger Firma interessiert sein. "Es war sehr hilfreich Land und Leute kennenzulernen, zu sehen, wie die Wirtschaft strukturiert ist, wo die Industrien sitzen" , resümiert Dürrmeier. Die Brasilianer hat er als sehr weltoffen und freundlich erlebt. Er wird die Kontakte dort weiterpflegen. Wirtschaftsförderung kann Schwellen senken Wirtschaftsförderer Müller war im vergangenen Jahr auf eigene Kosten nach Brasilien geflogen. Vorbereitungsgespräche führte er etwa mit Martin Langewellpott, der im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in Brasilien aktiv ist und mit Markus Hierstetter vom Brasilien-Deutschland-Haus (Casa Brasil Alemanha). Die Unternehmer, die sich die Reise selbst finanziert haben, sind über die Unterstützung von Müller froh. Es sei sehr wichtig vor Ort zu sehen, wie es dort läuft, wenn man in einem neuen Markt etwas aufziehen will. "Wir haben in Brasilien viele Leute kennengelernt, die uns später einmal weiterhelfen können, wenn es Fragen oder Probleme geben sollte. "Es ist gut, wenn der Landkreis den Unternehmen sozusagen eine Start-Up-Hilfe gibt, wenn sie ins Ausland gehen wollen", betonen die Unternehmer. Bei den Wirtschaftstagen haben "wir die Fahne Bayerns hochgehalten", erzählt Hetzenecker. Der Stand der Waidler, den sie sich mit dem Bund der deutschen Industrie (BDI) teilten "war der einzige, an dem sich direkt Unternehmer präsentiert haben. Es war immer viel los", freut sich Müller. Ein Glücksfall in punkto Aufmerksamkeit war die Anwesenheit von Rainer Calmund. Der war als WM-Botschafter für Deutschland bei den Tagen und kam mit den Waidlern ins Gespräch. Für den letzten Tag hatte er eine Verlosung von Karten für ein Fußball-WM-Spiel geplant. Da die Gruppe aus dem Landkreis Regen als Hingucker ein Duplikat des gläsernen Confederation-Cups von Joska dabei hatte, zog Calmund schließlich vor über 300 Leuten die WM-Karten aus dem Joska-Pokal. Auch Regionalgefühl gestärkt Für die Teilnehmer hatte die Reise noch einen zusätzlichen Effekt. "Die Unternehmer haben sich in den gemeinsamen Tagen auf eine Art und Weise kennengelernt, wie es bei den üblichen Gelegenheiten zu Hause kaum möglich ist", sagt Müller. So entstehe ein Zusammenhalt in der Region, das Gemeinschaftsgefühl werde gestärkt und es ergäben sich neue Kooperationen. "Wir waren viel zu lange nur Einzelkämpfer, jeder hat sein eigenes Süppchen gekocht. Von diesem harten Konkurrenzdenken müssen wir weg", ist Donaubauer überzeugt. Die Wirtschaftstheorie gibt ihm Recht: Aus Kooperationen von Unternehmen können Innovationen und Wachstum entstehen. "Dabei sind Vertrauen und ein guter Informationsfluss die Stärken gerade des ländlichen Raums im globalen Wettbewerb", sagte Prof. Dr. Joachim Möller erst kürzlich auf einer Veranstaltung in der vhs Regen zum Thema "Cluster im ländlichen Raum". (Der Bayerwald-Bote vom 30.Juli 2005) Möller erklärte die Vorteile von Clustern, die der Freistaat Bayern bald verstärkt fördern will. Cluster sind Netzwerke von Unternehmen, die in Zulieferer-Abnehmer-Beziehungen stehen oder in anderer Weise voneinander profitieren. Bei der Veranstaltung berichtete auch Gerlinde Pöchhacker von den Erfahrungen mit der Clusterförderung in Oberösterreich. Eine solche Förderung hält sie allerdings bei weniger als 50 bis 70 Unternehmen nicht für sinnvoll. Dieser Meinung ist auch Landrat Heinz Wölfl. Wie Pöchhacker betont er aber, dass es auf Landkreisebene andere Instrumente der Netzwerkbildung gebe, auch branchenübergreifend. Die Unterstützung bei der Markterschließung und bei der Kooperation gehören dazu. Letztlich ist es aber an den Unternehmen, wie Thomas Donaubauer es sagt, "nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern selbst aktiv zu werden".

Passauer Neue Presse vom 10.09.2005

Lokales Zwiesel

Richtfest im Frauenauer Klärwerk

Frauenau (jw). "Stolz des Richtbaumes Zier, Herrgott wir danken dir", hieß es am Freitagmittag beim Richtfest in der Kläranlage Frauenau. Unter strahlend blauem Himmel war Zimmerer Ernst Schmidl zusammen mit Projektmanager Thomas Donaubauer, Bürgermeister Josef Stadler und dem Chef der Häusler und Heider GmbH Stefan Heider aufs Dach des Betriebsgebäudes gestiegen und verkündete den Richtspruch. Ende Mai war Spatenstich für die Generalsanierung der Kläranlage. Die Kosten der Sanierung wurden in einem Vertrag mit der Kommune festgehalten und sind auf 2,265 Millionen Euro veranschlagt. "Dieses Modell wird Schule machen, denn so bekommt die Kommune Sicherheit", meinte Thomas Donaubauer. Die Frauenauer Bürger müssen über Ergänzungsbeiträge die Maßnahme mitfinanzieren. Im Juni wurden Bescheide an die Haushalte verschickt, die auf 60 Prozent des Gesamtbetrags ausgestellt sind. Im Oktober und bei Bauabschluss, voraussichtlich im August 2006, werden weitere Zahlungen von jeweils 20 Prozent fällig. Besonders stolz ist Donaubauer auf das neu erbaute Nachklärungsbecken: "Das Tolle daran ist, dass es keine Geruchsbelästigung mehr gibt - emissionstechnisch ist diese Anlage eine der besten im Landkreis." Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse liegt man nach seinen Worten genau im Zeitplan. Jetzt beginnt der Bau der Grundleitungen.

Passauer Neue Presse vom 26.10.2005

Lokales Viechtach

Kalkindustrie blickt nach Viechtach

Versuchsanlage an der Kläranlage angelaufen - "Weltweite Bedeutung"


Am Referenzreaktor erläutern Andreas Wecker vom Kalkverband und Falk Schönherr von der Bundeswehr-Universität (2. und 3. von rechts) den Versuchsaufbau im Zelt auf dem Kläranjagengelände. Unter anderen hören zu (von links) Technischer Geschäftsführer Bernhard Oppermann vom Kalkverband, Thomas Donaubauer von UAS Messtechnik und Bürgermeister Georg Bruckner.  (Foto:Schlamminger)

Viechtach (gsc). Zwei runde Betonbecken, eine Menge Kabel und Rohre, daneben ein ausrangierter Fernmelde-Container der Bundeswehr und darüber ein Zelt von fünf mal sieben Metern Grundfläche: Was auf einer Wiese auf dem Gelände der städtischen Kläranlage steht und sich relativ einfach beschreiben lässt, steht für ein einzigartiges Forschungsprojekt. Vor einem Jahr haben sich der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie mit Sitz in Köln, das Institut für Wasserwesen an der Universität der Bundeswehr in München und die Viechtacher Firma UAS Messtechnik zusammengetan, um sich näher mit dem Kalk-Kohlensäure-System zu beschäftigen. Dabei wollen sie herausfinden, wie Kläranlagen durch gezielte Zugabe von Kalk zum einen einer Kohlendioxid-Anreicherung und damit einer Versäuerung des Wassers entgegenwirken können. Zum anderen untersuchen sie, wie dadurch gleichzeitig im Nachklärbecken für die Reinigung verantwortliche Mikroorganismen besser abgeschieden werden können. Die Versuchsanlage wird unterstützt mit Geldern des Bundesministeriums für Wirtschaft im Rahmen eines von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) durchgeführten Forschungsvorhabens. Nach dem Aufbau der Anlage seit Juni diesen Jahres liefert sie seit September verwertbare Messdaten. In der vorigen Woche haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe "Kalkanwendung" der Abteilung Umweltschutz des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie in Viechtach getroffen, um sich vor Ort über die Fortschritte des Projekts zu informieren. Diplom-Ingenieur Falk Schönherr von der Bundeswehr-Uni erläuterte seinen Versuchsaufbau, und Bürgermeister Georg Bruckner hieß die Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet auf der Kläranlage willkommen. Bis Oktober 2006 werden noch Daten in Viechtach gesammelt. "Vielleicht wird hier eine Basistechnologie für weltweiten Einsatz von Kalkprodukten entwickelt", hofft Andreas Wecker vom Kalkverband, der sich, ebenso wie Thomas Donaubauer von UAS- Messtechnik, für die Unterstützung durch die Stadt Viechtach bedankte. Wecker: "So einen freundlichen Empfang hat man nicht überall".

Passauer Neue Presse vom 09.12.2005

Lokales Viechtach

In der Kläranlage 250 000 Euro gespart

Zweckverband zufrieden: Optimierungsmaßnahmen sind gut angelaufen

Arnbruck/Drachselsried (er). Bei starken Regenfällen hatte es in der Zellertal-Kläranlage immer wieder Schwierigkeiten mit dem Schlammabtrieb gegeben. Das Wasserwirtschaftsamt forderte schon seit längerem, die Nachklärung zu erweitern. Wie Verbandsvorsitzender Bürgermeister Hermann Brandl zu Beginn der Zweckverbandsversammlung "Abwasserbeseitigung Zellertal" weiter erläuterte, hätten die bisherigen in Erwägung gezogenen Alternativen, zum Beispiel Bau eines zusätzlichen Nachklärbeckens, Kosten von rund 470 000 Euro verursacht Eine andere Variante wurde von der Viechtacher Firma UAS angeboten: Die Schlammindexreduzierung mittels Optimierung verfahrenstechnischer Abläufe. Mit diesen Optimierungsmaßnahmen mit veranschlagten Kosten von 220 000 Euro wurde das Ziel der Schlammindexreduzierung auf 70 bis 90 mg/l erreicht. Die Anlage läuft seit Juni 2005 stabil, was Klärwärter Georg Zitzelsberger bestätigen konnte. Somit kommt die Kläranlage mit einem Nachklärbecken aus und die Ersparnis beträgt tatsächlich 250 000 Euro. Zusätzlich werden rund 15 Prozent an Energiekosten eingespart. Thomas Donaubauer von der Firma UAS erläuterte den Verbandsräten die Wirkungsweise und lobte Georg Zitzelsberger für die gute Zusammenarbeit. Ein Problem der Kläranlagen ist die anfallende Menge an Klärschlamm. Die Ausbringung in der Landwirtschaft wird immer geringer und die Abfuhr durch Unternehmen teurer. UAS stellte der Versammlung ein Verfahren zur Schlammeindickung vor, das eine Verringerung des Schlammes um mehr als die Hälfte bedeuten und somit auch geringere Entsorgungskosten verursachen würde. Mit einer Studie, für die sich der Zweckverband entschieden hat, soll die Machbarkeit untersucht werden. Ein Vertreter der Südwasser GmbH, einer Tochter des Energieunternehmens EON, unterbreitete den Verbandsräten ein Angebot zur Betriebsführung der Kläranlage Zellertal. Darin enthalten wäre die Klärschlamm- und Rechengutverwertung und die Energiebeschaffung. Die Kosten waren aber höher als die derzeitigen in Eigenregie erbrachten Leistungen. Wenn langfristige Werte der neu umgebauten Anlage vorliegen, soll ein neues Angebot eingeholt werden. Rechnungsprüfung Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte zuvor die Rechnungen und den Jahresabschluss 2003 und 2004 geprüft und keine Beanstandungen feststellen können. Die überörtliche Rechnungsprüfung hat festgestellt, dass die Brauereien die vom Zweckverband angemahnten Maßnahmen noch nicht endgültig durchgeführt haben. Dies soll mit den Brauereien nochmals besprochen werden. Verbandsvorsitzender Hermann Brandl informierte die Verbandsräte noch über die Durchführung einer Untersuchung zu explosionsgefährdeten Bereichen in der Kläranlage durch das Beratungsbüro für Arbeitssicherheit und Umweltschutz GmbH aus Neuschönau (ASID). Die Kosten für diese Untersuchung sind mit dem jährlichen Beitrag abgegolten.

Passauer Neue Presse vom 31.03.2006

Lokales Viechtach

Damit der Klärschlamm weniger wird

Verbandsversammlung beschloss eine Investition von 270 000 Euro

Arnbruck (er). Der Klärschlamm war das Hauptthema in der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Zellertal. Die Reduzierung des Schlammindexes wurde zufriedenstellend und kostengünstig durch die Firma UAS Messtechnik in der Kläranlage Zellertal abgeschlossen, wurde festgestellt.

Ein weiterer Schritt ist die Klärschlammreduzierung. Vor dem Hintergrund, dass immer weniger Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden darf und mit einer Kostensteigerung zur Klärschlammentsorgung gerechnet werden muss, ist es von Vorteil, den Schlamm zu reduzieren.

Referent Donaubauer von der Firma UAS erläuterte in der Verbandsversammlung das Verfahren zur vollautomatischen Schlammeindickung. Das derzeitige Schlammvolumen in der Kläranlage Zellertal von rund 2800 m³ mit einer Trockensubstanz (TS) von 2,8 Prozent kann mittels des Verfahrens auf 1200 m³ mit einer TS von 6 bis 6,5 Prozent reduziert werden. Dadurch ergeben sich Einsparungen bei der Klärschlammentsorgung und den Betriebskosten von rund 32 000 Euro im Jahr. Bei einer Optimierung der Durchmischung und verbesserten Faulung des Klärschlammes könnten sogar Einsparungen von bis zu 40 000 Euro pro Jahr erzielt werden.
Die Investitionskosten für diese Maßnahme mit einem eigenen Gebäude bei den Schlammsilos, dem Schlammeindicker, der notwendigen Rohranbindung und der erforderlichen Technik belaufen sich laut Angebot auf 268 751 Euro. Somit ist eine Amortisationszeit von 6,5 bis 8 Jahren gegeben. Einstimmig wurde das Angebot der Firma UAS Messtechnik angenommen und sie beauftragt, diese Maßnahme in 2006 durchzuführen.
Die Haushaltsrechnung für das Haushaltsjahr 2005 wurde dem Gremium vorgelegt und die Überschreitungen, die hauptsächlich von steigenden Energiekosten verursacht wurden, erläutert. Die Haushaltsrechnung wurde zur Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen.
Die vorgesehene Aufstellung des Haushaltsplanes konnte nicht erfolgen, da die Kosten der oben genannten Maßnahme noch nicht berücksichtigt wurden.
Klärwärter Georg Zitzelsberger bemängelte die unzureichende Schneeräumung in diesem Winter, weil es dadurch erhebliche Probleme bei der Abfallentsorgung gegeben hat. Außerdem wies er auf den durch die Schneemassen beschädigten Zaun und die vermehrten Sand- und Kieseinträge in den Drachselsrieder Kanalleitungen hin.
Der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Herrmann Brandl (Arnbruck), informierte die Verbandsräte über den Stand der Verhandlungen mit den Brauereien. Demnach wurden und werden Vorkehrungen von den Betrieben getroffen, die Schadstoffeinträge zu minimieren.

Passauer Neue Presse vom 10.05.2006

Lokales Zwiesel

Marita Haller

Glasfachschule erhält wertvolle Systemsteuerung - gratis

Spende der Firmen UAS, Siemens und AEG - Technik der Versuchsglashütte auf dem modernsten Stand

Marita Haller Zwiesel. Am Ende des Fachschulkolloquiums gab es für Schulleiter Hans Wudy nochmals Grund zu großer Freude: Die Firmen UAS Messtechnik (Viechtach), Siemens (Karlsruhe) und AEG (Beleke) schenkten der Schule eine wertvolle Mess- und Regeltechnik-einrichtung nach neuester Entwicklung.
Das Prozessleitsystem PCS 7 ist eines der leistungsfähigsten Systeme zur vernetzten Steuerung und Regelung der Anlagen in einer Glashütte, von den Öfen bis zum Kühlband. Speziell für die praxisorientierte Ausbildung zum Glashüttentechniker in der Hütte der Glasfachschule ist diese Anlage ausgesprochen wichtig. Der Wert liegt deutlich im fünfstelligen Bereich.
Bernd und Thomas Donaubauer, die Besitzer von UAS Messtechnik, die der Glasfachschule bereits 2003 eine ähnliche Anlage gespendet hatten, haben die Systemsteuerung PCS 7 in Kooperation mit Siemens und AEG neu aufgebaut. Durch dieses Geschenk ist die Glasfachschule auf dem neuesten technischen Stand. "Uns liegt die Schule sehr am Herzen, denn wir brauchen in der Industrie bestens ausgebildete junge Leute", erklärte Bernd Donaubauer den Grund für die Spende. Dipl.-Ing. Bernd Lehmann vom Siemens Competence Center Glass in Karlsruhe und Michael Liese von AEG in Beleke bekräftigten: "Die an der Glasfachschule auszubildenden Glashüttentechniker werden mit dem Prozessleitsystem PCS 7 an die modernste Automatisierungstechnik herangeführt. Diese Erfahrungen können dann im späteren Berufsleben fortgesetzt werden".
Landratsstellvertreter Willi Killinger betonte, man stehe vor gewaltigen Herausforderungen in der Technik und angesichts der klammen Kassen der Kommunen "sind wir außerordentlich dankbar für diese wertvolle Spende".
Hans Wudy bedankte sich im Namen der Glasfachschule herzlich bei den Spendern, denn, so versicherte er, "so eine Anlage hätte sich die Schule aus eigenen Mitteln niemals leisten können". Und die Firma UAS betreue die Systemsteuerung sogar noch kostenlos das ganze Jahr über für die Schule.

PASSAUER NEUE PRESSE vom 25.08.2006

Lokalteil Zwiesel

Die Frauenauer Kläranlage ist in Betrieb

Gestern um 6 Uhr wurde die 2,25 Millionen Euro teure Anlage vom Bürgermeister "eingeschaltet"


Die neue Kläranlage ist am Kanalnetz. Bürgermeister Herbert Schreiner (rechts) legte symbolisch einen Schalter in der Steuerzentrale um. Mit im Bild (v.l.): Klärwärter Martin Hackl, Johann Schönberger vom Baureferat und UAS-Geschäftsführer Thomas Donaubauer. (Foto: Zens)

Frauenau (hz). Ganz unspektakulär ist gestern um 6 Uhr morgens die neue Frauenauer Kläranlage in Betrieb genommen worden. Die Besonderheit: Die Anlage arbeitet mit einem einzigartigen, von der Viechtacher Firma UAS-Messtechnik entwickelten Klärsystem. Einer der Vorteile: Die Anlage benötigt kein Belebungsbecken, somit konnten erhebliche Kosten eingespart werden. Im Vergleich zur alten, im Jahr 1966 errichteten Kläranlage, erfahren die Abwasserwerte jetzt eine rund 50-prozentige Verbesserung. Als sehr positiv bezeichnete Bürgermeister Herbert Schreiner, dass man bei diesem Projekt genau im Zeit- und fast exakt im Kostenrahmen geblieben ist. Die ursprünglich kalkulierten 2,25 Millionen Euro wurden um lediglich 9 000 Euro überschritten. "Dadurch entsteht den Bürgern keine Mehrbelastung. Die 9 000 Euro fußen zudem nicht auf einer Kostenüberschreitung, sondern auf einer dringend erforderlichen zusätzlichen Maßnahme", erklärte der Rathaus-Chef am Tag der Inbetriebnahme. Auch UAS-Geschäftsführer Thomas Donaubauer legte eine Stippvisite im neuen Frauenauer Klärwerk ein. Er verwies auf das in seinem Unternehmen entwickelte Klärsystem, das nun erstmals in der Praxis läuft. Das jetzige Klärsystem arbeite ohne herkömmliches Belebungsbecken. Zudem könnten jetzt die Abwasserwerte um rund 50 Prozent verbessert werden. "Die Verbrauchsgebühren werden, obwohl mehr Energiekosten auflaufen, stabil bleiben", war von Baureferent Johann Schönberger zu erfahren. Derzeit werden noch die Restarbeiten erledigt, insbesondere die Planierung und Asphaltierung der Außenanlage sowie Malerarbeiten. Auch eine offizielle Einweihung ist bereits geplant. Termin: 6. und 7. Oktober. Die Haus- und Grundstücksbesitzer haben bis 1. September nun noch die Schlussrate zu leisten. Auf die Bauleute wartet nach der Maßnahme "Kläranlage" noch ein neues Kanal-Teilstück. Der Zulauf zwischen Rückhaltebecken beim Sportplatz und dem Klärwerk muss erneuert werden, eine Maßnahme, die aber nicht mehr zur Kläranlagensanierung zählt.

25.08.2006, PNP, Lokalteil Zwiesel

PASSAUER NEUE PRESSE vom 31.08.2009

„Global Player“ feiert mit Partnern und Gästen

„UAS Messtechnik hat immer die richtigen Parameter“: Viel Lob und Dankesworte beim 25-jährigen Firmenjubiläum

25 Jahre UAS Messtechnik GmbH: Ein Anlass, der von Seniorchef Bernd Donaubauer und seinem Sohn Thomas als Nachfolger stilgerecht auf dem Firmengelände in der Prof.-Staudinger-Straße im Viechtacher Gewerbegebiet Oberschlatzendorf gefeiert wurde. Dazu begrüßen durften sie als Redner den örtlichen Landtags-Abgeordneten Staatsminister Helmut Brunner, MdB Ernst Hinsken, stellvertretenden Landrat Heinrich Schmidt, Bürgermeister Georg Bruckner, Erich Doblinger von der IHK Niederbayern und besonders die Geschäftspartner und Mitarbeiter der Firma.„ Nicht was der Zeit widersteht ist dauerhaft, sondern was sich klugerweise mit ihr ändert!“ Diesem Leitspruch sei sich die Firma UAS Messtechnik stets treu geblieben, habe sich erfolgreich wechselnden Anforderungen gestellt. Mit diesen Worten präsentierte Juniorchef Thomas Donaubauer die Geschichte des Unternehmens, das sich seit 25 Jahren am internationalen Markt behauptet. Dazu gehöre ein Vorsprung an „Know how“ und die Fähigkeit, Qualität und Quantität auszubauen bei vorausschauender Sicht. Das chinesische Sprichwort „1+1 = mehr als 2“ habe sich in Anspielung auf die Partnerschaften der Firma als richtig erwiesen. Thomas Donaubauer dankte allen Partnern aus der ersten Stunde mit den Firmen Danfoss, Siemens, AEG oder Südchemie. Heute wickle die Firma Aufträge in 40 Ländern ab, wie z.B. in China oder Taiwan oder in der Türkei und in Russland und mit vielen ausgedehnten Partnerschaften. Den Erfolg der Firma führte Juniorchef Donaubauer darauf zurück, dass er mit 30 Mitarbeitern eine äußerst motivierte Belegschaft hat. Durch die Kooperation mit Fachhochschulen konnten Diplomanden als Mitarbeiter gewonnen werden. Mit der neuen Außenstelle der FH Deggendorf in Teisnach könne man sich qualifizierte Mitarbeiter „direkt vor der Haustür rekrutieren“ Gute Aussichten sieht Thomas Donaubauer für die Zukunft, da man technologisch auf vielen Beinen steht. Viele neue Konzepte möchte man einbringen. Staatsminister Helmut Brunner lobte in seinem Grußwort, dass die Firmeninhaber selbstbewusst und zuversichtlich in einer Zeit der Krise die Meisterung der Herausforderungen der Zukunft annähmen. Eine wirtschaftlich-dynamische Entwicklung in Bayern sei Mittelstand und Handwerk zu verdanken. Deshalb wolle die Staatsregierung stets dafür sorgen, dass Existenzen gesichert und Arbeitsplätze erhalten werden. „In unserer technisch-globalisierten Welt ist nicht der Standort, sondern der Standpunkt wichtig“, betonte Staatsminister Brunner. Die Firma UAS habe sich ihren weltweiten Ruf buchstäblich erarbeitet, sei damit auch zu „einer Botschafterin des Bayerischen Waldes geworden“. Die Firmenchefs dürften stolz darauf sein, Schrittmacher für eine wegweisende Entwicklung gewesen zu sein - auch Dank von Mitarbeitern der Firma, die dies in gemeinsamem Streben ermöglichten. MdB Ernst Hinsken lobte die Firma Donaubauer als klassisches Beispiel für ein mittelständisches Unternehmen, das sich einen hervorragenden Kundenstamm aufgebaut hat und in der Zwischenzeit weltweit glänzen kann: „ Was hier geleistet wird, ist High Tech aus dem Bayerischen Wald“, sagte Hinsken. Stellvertretender Landrat Heinrich Schmidt zeigte sich stolz, eine Unternehmerfamilie im Landkreis zu wissen, die die Arbeit zu den Menschen bringt, risikofreudig, aber überschaubar ihr Unternehmen voranbringt. Dabei dankte er, dass die Firma Donaubauer den Landkreis stets unterstützt, z.B. für die Glasfachschule in Zwiesel. Bürgermeister Georg Bruckner nahm in seinem Grußwort als gelernter Ingenieur Bezug auf die Regeltechnik der Firma und hoffte, dass die Firma „die richtigen Parameter stets im Griff hat“ Das Stadtoberhaupt wünschte, dass UAS in Zukunft Unterstützung in den Söhnen Thomas und Stefan findet, damit sie das Wissen fortsetzen und erweitern kann. Gratulationmauch von Minister und MdB Erich Doblinger von der IHK Niederbayern hatte für das Firmenjubiläum eine ganz besondere Ehrung für Juniorchef Donaubauer parat. Ihm und damit Seniorchef Bernd Donaubauer wurde in einer Urkunde gedankt für die Verdienste um die niederbayerische Wirtschaft, gleichzeitig als Dank der IHK für den weltweiten Export und damit eine Werbung für die niederbayerische Wirtschaft. Dank auch für 25 Jahre „ehrbare Kaufmannschaft“ und eine stets aktive Ausbildung, derzeit mit drei Auszubildenden in der Firma. Seniorchef Bernd Donaubauer schloss in seinen Dank an alle Partner und Mitarbeiter, deren Eigeninitiative und faire Zusammenarbeit er stets schätzte, auch den Dank an die Familie und vor allem seine Ehefrau Brigitte ein, für die das Zusammenleben mit ihm als Unternehmer sicher nicht immer einfach war. Dankesworte im Namen der Mitarbeiter gab es von Peter Höfig, der im Namen aller Kollegen seinen Chefs für die gute Zusammenarbeit dankte. Mit einem perfekten Party-Service durch die Firma Ammer aus Straubing, mit einer „Feuerschau“ zur „Half-Midnight“ und der Super-Musik durch die „Kuba-Bairischen“ wurde die Jubiläumsfeier „25 Jahre UAS“ für alle Beteiligten zu einem echten Erlebnis.  - ewi 

PASSAUER NEUE PRESSE im März 2010

Erste Kaufmännische bei UAS

Viechtach. Zum ersten Mal seit der Gründung vor 25 Jahren hatte bei UAS Messtechnik GmbH eine Auszubildende im kaufmännischen Bereich Freisprechungsfeier. Geschäftsführer Franz Knopf würdigte Marina Mühlbauer im Beisein von Firmengründer Bernd Donaubauer, dem gesellschaftenden Geschäftsführer Thomas Donaubauer, Prokurist Roland Bielmeier und Ausbildungsleiterin Angelika Mayr. Mühlbauer habe trotz Lehrzeitverkürzung ein sehr respektables Prüfungsergebnis erlangt, sagte Knopf. Wie Bernd Donaubauer berichtete, wurden seit Beginn des Unternehmens über 20 junge Menschen erfolgreich beruflich ausgebildet. Auch in diesem Jahr werde wieder ein kaufmännischer Auszubildender eingestellt. Die Firma UAS erfreut sich nach eigenen Angaben einer guten Auftragslage, speziell im asiatischen Raum kommen die Spezialmaschinen und Anlagen zur Herstellung von Spezialgläsern bei den Kunden gut an. Zur Zeit werden über 25 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive zwei weiteren Auszubildenden. Laut Thomas Donaubauer liegt die Zukunft gerade in hochqualifizierten Mitarbeitern. Abschließend händigten die Geschäftsführer den Arbeitsvertrag aus.

Durch Technik: Mehr Gas, weniger Kosten

Seit drei Monaten verfügt das Klärwerk der Marktgemeinde über eine Desintegrationsanlage, die sowohl die Leistungsfähigkeit bei der Biogaserzeugung aus Klärschlamm erhöht, als auch die Abfall- und Entsorgungskosten senkt. Möglich wurde dies durch ein innovatives Verfahren ("elektrokinetische Desintegration"), das von der Süd-Chemie AG zusammen mit der Fachhochschule Deggendorf und der Firma UAS Messtechnik Viechtach - begleitet von "Umwelt Cluster Bayern" - in rund 15 Monaten neu entwickelt und für die Gemeinde Bruckmühl realisiert wurde.

Entwickler und Nutzer in der neuen Anlage (von links): stellvertretender Süd-Chemie-Chef Dr. Hans-Jürgen Wernicke, Klärwerksmeister Heinz Lanner, Süd-Chemie-Geschäftsbereichsleiter Dr. Christoph Riemer, Süd-Chemie-Werksleiter Gerhard Selig, Bürgermeister Franz Heinritzi, Prof. Dr. Peter Sperber (FH Deggendorf), Süd-Chemie-Projektleiter Andreas Zacherl und UAS-Geschäftsführer Franz Knopf. Foto Baumann

Bruckmühl - Die Anlage wurde nunmehr von den an ihrer Entwicklung Beteiligten in einem kleinen "Festakt" offiziell an Bürgermeister Franz Heinritzi und Klärwerksmeister Heinz Lanner übergeben. Süd-Chemie-Projektleiter Andreas Zacherl erläuterte die Wirkungsweise der neuartigen Anlage: Der Klärschlamm wird über Rohre in ein elektrisches Spannungsfeld geleitet und dadurch starken Kräften ausgesetzt, welche die biologische Zellstruktur zerstören und die darin gebundene Biomasse aufschließen. Dadurch kann im Faulturm der Kläranlage weitaus mehr Klärschlamm in Biogas (in der Regel Methangas) umgewandelt und zur erhöhten Eigenstromerzeugung für den Klärwerksbetrieb genutzt werden. "Die Kläranlagen gehören zu den höchsten Energieverbrauchern einer Kommune" betonte der Projektleiter. In den bisherigen "Probemonaten" konnte durch das neue Süd-Chemie-Verfahren die "Ausbeute" an Biogas aus organischem Klärschlamm um bis zu 30 Prozent erhöht werden. Weil durch das neue Verfahren zudem mehr Klärschlamm verbraucht wird, sinkt dessen Entsorgungsbedarf um bis zu 15 Prozent und trägt somit zur Verminderung der Kosten bei. Da die Anlage keine Verschleißteile enthält, können bei der elektrokinetischen Desintegration Wartungs- und Verschleißkosten unberücksichtigt bleiben. Durch die bereits in der "Probelaufzeit" bestätigte Effizienzsteigerung und die Betriebskostensenkung werden sich die Investitionskosten für die neue Anlage in weniger als zwei Jahren amortisieren. Andreas Zacherl zufolge kann das neue Süd-Chemie-Verfahren auch in reinen Biogas-Betrieben zur Steigerung der Gasausbeute beziehungsweise zur Erhöhung der Effektivität der zugeführten nachwachsenden Rohstoffe genutzt werden. Der stellvertrende Vorstandsvorsitzende der Süd-Chemie AG, Dr. Hans Jürgen Wernicke, wies in seiner Ansprache auf die Kompetenz seines Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Wasserbehandlung und neue Energien hin und stellte die Notwendigkeit innovativer Entwicklungen heraus: "Deutschland ist ein rohstoffarmes Land und daher darauf angewiesen, durch ständig weiterentwickeltes know-how seinen technischen Vorsprung im weltweiten Wettbewerb zu halten". Der Leiter des Süd-Chemie-Geschäftsbereichs Wasserbehandlung, Dr. Christoph Riemer, drückte seinen Stolz über die neu entwickelte Anlage aus und sprach den an der Entwicklung beteiligten Kooperationspartnern seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. bjn

Freisprechungsfeier der UAS Lehrlinge 2010

Im Rahmen einer kleinen Freisprechungsfeier hat Geschäftsführer Franz Knopf die beiden Auszubildenden Rudi Schmid (Elektroniker für Betriebstechnik) und Karl-Heinz Göstl (Anwendungsentwickler) als nunmehr Facharbeiter in die Firma UAS Messtechnik GmbH aufgenommen. In einer kurzen Ansprache gab Herr Knopf einen Rückblick auf die ursprüngliche Bedeutung der Freisprechung für Handwerkslehrlinge im Spätmittelalter. Es folgte ein kurzer Ausblick auf die berufliche und betriebliche Zukunft der beiden Auszubildenden.
Im Anschluss legte Herr Donaubauer sen. bei seinen lobenden Worten besonderen Wert darauf, dass bei der UAS Messtechnik GmbH, als ein Familienunternehmen, anders als im Mittelalter der Lehrling mit der Freisprechung nicht aus dem Familienverband des Meisters ausscheidet, sondern der Übergang in die Gesellenjahre eine noch engere Bindung an die Firma bedeutet.
Herr Donaubauer bemerkte darüber hinaus, dass zwar die eigentliche Lehrzeit für beide zu Ende ist, jetzt aber das Lernen erst richtig beginnt. Er ermahnte beide, dass mit der Übernahme als Geselle lediglich ein neuer Abschnitt in einem stetig fortschreitenden Weiterbildungsprozess beginnen soll. Die UAS Messtechnik GmbH hat mit Karl-Heinz Göstl (Zwiesel), Rudi Schmid (Lindberg) und der schon im März übernommenen Marina Mühlbauer (Kollnburg) im Jahr 2010 bereits drei Auszubildende längerfristig an sich binden können.
Die Geschäftsführung und Ausbildungsleiter Peter Höfig hoffen auch in Zukunft so engagierte und talentierte junge Menschen auf Ihrem Weg ins Berufsleben begleiten und vielleicht später in den Betrieb einbinden zu können. (Bericht: M.Möginger)


v.l.: Bernd Donaubauer (Berater und Senior-Chef), Rudi Schmid, Franz Knopf (Geschäftsführer), Karl-Heinz Göstl, Peter Höfig (Ausbildungsleiter) (Bild: M.Möginger)



Kostendämpfer für Kläranlagen

Spezialchemie-Konzern präsentiert mit FH Deggendorf und UAS Messtechnik Technologie auf der IFAT


Die neue Technologie präsentierten Heinz Lanner (Klärwerk Bruckmühl, von links), Andreas Zacherl (Süd-Chemie), Prof. Dr. Peter Sperber (FH Deggendorf), Dr. Christoph Riemer (Süd-Chemie) und Franz Knopf (UAS Messtechnik). (Foto: Deubelli)

Von Ernst Deubelli

München/Deggendorf. Das Potenzial ist enorm. Eine neue Technologie, entwickelt von der Süd-Chemie AG, der FH Deggendorf und dem Unternehmen UAS Messtechnik GmbH mit Standorten in Viechtach und in Zwiesel verspricht wesentlich mehr Effizienz und unter dem Strich deutlich geringere Betriebskosten in kommunalen, aber auch industriellen Kläranlagen - sofern Biomasse zu verarbeiten ist. In den vergangenen Tagen präsentierten die Vertreter der Unternehmen die neue Technologie auf der Leitmesse für Umwelttechnologie, Recycling und Entsorgung, IFAT, in München.
Das neue Verfahren basiert auf elektrokinetischer Desintegration und kommt ohne Chemikalieneinsatz aus. Laut Anbieter kann damit die Energieerzeugung von Klär- und Biogasanlagen um bis zu 30 Prozent gesteigert und zusätzlich der Entsorgungsaufwand von Kläranlagen erheblich verringert werden.
Der Betrieb von Kläranlagen belaste mit hohen Energie- und Entsorgungskosten die öffentlichen Haushalte, sagt Dr. Christoph Riemer, bei der Süd-Chemie verantwortlich für den Geschäftsbereich Wasseraufbereitung und Wasserbehandlung. Die Idee für das neue Verfahren habe sich im Gespräch mit Kunden entwickelt.
Die Technologie: Bei diesen neuartigen elektrokinetischen Desintegrationsverfahren wird der biologische Faulschlamm in Kläranlagen einem starken elektrischen Feld ausgesetzt. Die dadurch wirkenden Kräfte zersetzen („desintegrieren“) den biologischen Klärschlamm stabilisierenden Zellverbände und Zellmembranstrukturen (die sogenannten extrazellulären polymeren Substanzen).
Dadurch kann die in den biologischen Zellen des Klärschlamms gebundene Energie in den biochemischen Prozessen im Faulbehälter der Kläranlage mit deutlich höherer Effizienz in Faulgas (Methangas) umgewandelt werden; die so gewonnene Energie wird für den Betrieb der Kläranlage genutzt.
Über einen früheren Mitarbeiter habe sich der Kontakt zur UAS Messtechnik GmbH mit Niederlassungen in Viechtach und Zwiesel ergeben und dieses Unternehmen hatte wiederum seit langem gute Kontakte zur Fachhochschule Deggendorf.
„Wir sehen es als unseren Auftrag, gemeinsam mit der Wirtschaft Probleme zu lösen“, ergänzte in der Pressekonferenz auf der IFAT Prof. Dr. Peter Sperber, Vizepräsident der FH Deggendorf. Mit Unternehmen aus dem Bayerischen Chemiedreieck pflege man seit langem eine sehr konstruktive Zusammenarbeit in der Lösung anspruchsvoller Aufgabenstellungen.
Ausgangslage für das neue Verfahren: Mit der herkömmlichen Technik können Kläranlagen nur etwa 30 Prozent ihres Energiebedarfs durch Gewinnung von Faulgas (Methan) aus Klärschlamm decken. Die Erweiterung der Kläranlage mit der Desintegrationsanlage der Süd-Chemie erhöht laut Unternehmen die Energieausbeute bei der Klärschlammumwandlung um fast ein Drittel. Die Investition könne sich, nicht zuletzt wegen der geringen Betriebskosten der Desintegrations-Anlage, nach rund zwei Jahren amortisieren. Diese Rechnung bestätigte jetzt auf der IFAT Heinz Lanner, Betriebsleiter des kommunalen Klärwerks im Süd-Chemie Standort Bruckmühl bei Rosenheim. Dort ist seit knapp einem Jahr eine Pilotanlage in Betrieb. Die Kläranlage hat eine Kapazität von rund 25 000 Einwohnergleichwerten, also einer entsprechenden Schmutzfracht.
Im Prinzip könnten allerdings auch deutlich kleinere Anlagen mit der neuen Technik ausgerüstet werden und profitieren, sagt Projektleiter Andreas Zacherl von der Süd-Chemie.
In den ersten sechs Monaten des Betriebs wurden laut Heinz Lanner in Bruckmühl die Methangaserzeugung und damit die Eigenenergiegewinnung bereits um gut 20 Prozent erhöht. Zudem seien die Betriebs- und Entsorgungskosten des Klärwerks deutlich gesunken, da der Einsatz von Flockungsmitteln zur Abwasserbehandlung und die Menge des zur Entsorgung anfallenden Klärschlamms um jeweils zehn Prozent verringert werden konnten.
Durch die verstärkte Umwandlung der Biomasse in Faulgas sinke außerdem die Menge des anfallenden Restschlamms - mit günstiger Auswirkung auf die Entsorgungskosten. Da bei diesem Verfahren lediglich ein starkes elektrisches Feld angelegt wird, aber kein Strom fließt, sei der Stromverbrauch der Desintegrationsanlage sehr gering. Auch deshalb sei das Desintegrationsverfahren von Süd-Chemie, UAS Messtechnik und der Fachhochschule Deggendorf anderen Verfahren hinsichtlich der Effizienz deutlich überlegen.
Als weiteren Anwendungsbereich präsentieren die Entwickler Biogasanlagen. Der bisher relativ geringe Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Biomasse in Energie könne durch den Einsatz der Desintegrations-Technologie deutlich verbessert werden. So müssten derzeit in konventionellen Anlagen die biologischen Ausgangsrohstoffe in einer sogenannten Umwälzung mechanisch vorbehandelt werden; durch diesen zusätzlichen Energieaufwand sinke der Wirkungsgrad. Mit der elektrokinetischen Desintegration der Süd-Chemie könne auf die Umwälzung verzichtet und somit der Wirkungsgrad von Biogasanlagen erhöht werden.

Unternehmen aus der Glasbranche vernetzen sich

Regen. Die beantragten Fördermittel des Bundes für die Gründung des „Netzwerk Glas“ sind kürzlich bewilligt worden. Zehn Firmen aus dem Landkreis Regen beginnen nun mit dem Aufbau des Netzwerkes und suchen nach weiteren Partnern aus Niederbayern. Die lokalen Unternehmen aus der Glasbranche und verwandten Wirtschaftszweigen wollen die Potenziale der Glasbranche besser nutzen, die Zusammenarbeit stärken und die Glasregion Bayerischer Wald vermarkten. Etwa 1400 Arbeitnehmer in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau sind laut Waldemar Herfellner, Regionalmanager des Landkreises Regen, in der Glasproduktion tätig. Fördermittel in Höhe von 100 000 Euro wurden für das erste Jahr des Projekts bewilligt. Nun wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Projektmanager zur Erarbeitung eines Netzwerkkonzeptes und dem Aufbau und Management des Netzwerkes gesucht. „Netzwerk Glas“-Gründungsmitglieder sind: Zwiesel Kristallglas, Glashütte Eisch, JOSKA Kristallglas, Ullrich GmbH, UAS Messtechnik, Qioptic Photonics GmbH &Co. KG, Peter Olinger Formenbau, IWG Glasofenbau, FH Deggendorf/TC Teisnach und die Firma Weinfurtner. Weitere Infos unter www.chemiecluster-bayern.de - rmb

   
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